Polizei sucht nach Tötung in Weiden nach Pärchen – Update
Nachrichten Weiden, 29. Januar 2012, 12.00 Uhr | Kommentar schreibenNach der Tötung eines 66 Jahre alten Mannes in Weiden-Konradshöhe fahnden die Ermittler nach einem am Tatort gesichteten Pärchen. Die blonde Frau soll etwa 20 bis 25 Jahre alt sein, zu dem Mann ist bislang nichts bekannt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag gemeinsam mitteilten. Es sei “völlig offen”, ob die beiden in einem Zusammenhang mit dem Tatgeschehen stehen.
Der 66-Jährige aus Weiden war am Mittwochabend am südwestlichen Stadtrand zwischen der sogenannten Konradshöhe und Ermersricht mit einer Stichwunde im Rücken aufgefunden worden. Ein 35 Jahre alter Spaziergänger hatte den Mann an einem abgelegenen Radweg kauernd entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert.
Junges Pärchen fuhr mit Kombi davon
Der Spaziergänger sah in der Nähe des Fundorts auch das junge Paar. Die beiden liefen laut dem Zeugen weg und fuhren mit einem Auto davon. Dabei handelte es sich nach Angaben der Ermittler um einen hellblauen oder silberfarbenen Kombi mit getönten Scheiben und einem NEW- oder WEN-Kennzeichen.
Die Leiche wurde am Donnerstag im Institut für Rechtsmedizin der Universität Nürnberg/Erlangen obduziert. Demnach starb der Mann an seiner Stichverletzung. Die Ermittler untersuchten am Donnerstag zudem erneut die Umgebung um den Fundort. Derzeit gehen die Ermittlungen im Umfeld des Opfers weiter. Aus ermittlungstechnischen Gründen geben die Polizisten aber keine weiteren Details preis.
Armbrust gibt Rätsel auf
Die am Tatort gefundene Armbrust, gibt den Beamten weiter Rätsel auf. Laut Sprecher Stefan Hartl hat die Polizei bislang keine Erkenntnisse dazu, ob die Waffe in irgendeinem Zusammenhang zu der Tat steht. “Es kann ein reiner Zufall sein, dass sie (Anm. d. Redaktion – die Armbrust) dort abgelegt wurde”, erklärte Hartl gegenüber Radio Ramasuri. Zum jetzigen Zeitpunkt könne keinerlei Verbindung zu der Tat hergestellt werden. Auch der Fall eines mit einer Armbrust verletzten Mischlinghundes in Hütten am Mittwochnachmittag zog die Kripo in ihre Ermittlungen mit ein. Allerdings sei ein Zusammenhang eher unwahrscheinlich.
UPDATE 27. Januar 17:15 Uhr:
Nach dem Mord an einem 66-jährigen Mann in Weiden am Mittwochabend hat die Kripo neue Erkenntnisse. Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist der Mann nicht mit der Armbrust getötet worden, die am Tatort gefunden wurde, sondern mit einem Survivalmesser. Auch dieses wurde am Tatort gefunden. Die Fotos finden Sie in der Bildergalerie. Warum die Armbrust, neben der in einigem Abstand auch ein dazugehöriger Pfeil lag, sich am Tatort befand und was diese möglicherweise mit dem Tatgeschehen zu tun hat, ist Gegenstand der derzeitigen Ermittlungen, die auch über das Wochenende fortgesetzt werden. Weiterhin fahndet die Polizei mit Hochdruck nach einem Pärchen, das ein Zeuge vom Tatort flüchten sah. Die Sonderkommission „Stoppelfeld“ ermittelt mit derzeit 30 Polizeibeamten.
Wichtige Hinweise erhoffen sich die Ermittler der Kripo Weiden von den beiden am Tatort aufgefundenen Gegenständen:
Die sichergestellte Armbrust mit der Typbezeichnung „Mini Crossbow“ verfügt über einen Pistolengriff und ist dadurch mit einer Hand bedienbar.
Bei dem Messer handelt es sich um ein chromfarbenes Survival-Messer der Marke „Herbertz“, Typ 108814. Markant ist die in die Messerklinge integrierte Rücksäge und der Wellenschliff.
Dazu stellt die Kripo Weiden folgende Fragen:
· Wer kennt eine Person, die über eine derartige Armbrust verfügte und jetzt nicht mehr im Besitz dieser Waffe ist.
· Wer kennt eine Person, die im Besitz eines derartigen Messers war?
Hinweise zu der Tat, den Gegenständen, dem gesuchten Pärchen oder deren Fahrzeug nehmen die Ermittler unter der Telefonnummer 0961/401-290 oder 0941/506-0 entgegen. dk/dapd




