Reich-Ranicki erinnert an die Gräuel der Nazis
Nachrichten Stars, 27. Januar 2012, 10.28 Uhr | Kommentar schreibenDer Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki hat am Freitag im Bundestag an die grausamen Taten der Nazis im Warschauer Ghetto erinnert. Der 91-Jährige schilderte in einer ergreifenden Rede anlässlich der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus seine persönlichen Erlebnisse.
Zu der am 22. Juli 1942 begonnenen Deportation der Juden aus Warschau in das Vernichtungslager Treblinka sagte er: “Was die ,Umsiedlung’ der Juden genannt wurde, war bloß eine Aussiedlung – die Aussiedlung aus Warschau. Sie hatte nur ein Ziel, sie hatte nur einen Zweck: den Tod. “Reich-Ranicki ist einer der letzten lebenden Zeitzeugen des Warschauer Ghettos. Sein Bruder und seine Eltern wurden von den Nazis ermordet.dapd




