“Stoppelfeld-Mord”: Tatverdächtige gestehen
Nachrichten Weiden, 20. Februar 2012, 13.48 Uhr | Kommentar schreibenDrei Wochen nach dem gewaltsamen Tod eines 66-jährigen Mannes in Weiden in der Oberpfalz ist der Fall aufgeklärt. Die beiden in Spanien festgenommenen Tatverdächtigen hätten eine Beteiligung an dem Verbrechen zugegeben, sagte Polizeisprecher Rebele am Montag im Gespräch mit Radio Ramasuri.
Einzelheiten wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen aber nicht nennen. Der 22 Jahre alte Soldat aus Regen und seine 23 Jahre alte Begleiterin sollen den 66-Jährigen Ende Januar am Ortsrand von Weiden erstochen haben. Unklar ist nach wie vor das Motiv für das Verbrechen. Noch sei keine Verbindung zwischen dem Opfer und dem Pärchen entdeckt worden, betonte der Polizeisprecher. Ein Raubdelikt schließen die Fahnder jedenfalls aus. Die Vernehmungen des Pärchens dauern an.
Auch die Tatwaffe ist noch nicht einwandfrei ermittelt. Am Tatort hatten die Beamten eine Armbrust, zwei Pfeile und ein Messer gefunden. Die Armbrust scheidet als Tatwaffe zwar aus, wenige Stunden vor der Bluttat in Weiden war aber ein Hund im etwa 15 Kilometer entfernten Grafenwöhr durch einen Armbrustpfeil verletzt worden. Ob es sich um die selbe Armbrust handelt, wird derzeit noch von Experten des Landeskriminalamtes geprüft.
Die Fahnder hatten das Pärchen schnell im Visier, weil ein Zeuge die beiden am Tatort gesehen hatte. Seitdem waren sie untergetaucht. In Berlin wurde schließlich das Fluchtfahrzeug gefunden und die Spur führte nach Spanien. Anfang Februar wurden die beiden am Flughafen der Kanareninsel Fuerteventura verhaftet und vergangene Woche nach Deutschland überstellt. Derzeit sitzen die Verdächtigen in verschiedenen Gefängnissen in Bayern. (dpa)




