Wallfahrt zum Ich

Tagebuch, 22. Februar  2012, 6.22 Uhr | Kommentar schreiben
Franz Rieger

Franz Rieger

Vorbei sind die närrischen Tage – jetzt kehrt wieder der Ernst des Alltags ein. Ich habe mir für die Fastenzeit etwas ganz besonderes überlegt: Ich möchte diese 40 Tage im ganz klassischen Sinne begehen.

Was heißt das? Zuerst natürlich die Klassiker: Weniger und besser essen, weniger bis gar nicht rauchen, weniger Kaffee, endlich wieder ins Fitnessstudio.
Klingt auf den ersten Blick natürlich hochspannend, also eine normale Diät verbunden mit dem nicht minder klassischen „Z‘ammreißen“ – wenn da nicht noch etwas hinzu kämen: Ich möchte mich auch hinterfragen was ist wichtig – worum geht es eigentlich im Leben – was mache ich falsch – wo bin ich auf dem Holzweg? Dafür möchte ich einfach einige Sachen etwas besser dosieren, ist ein Spaziergang nicht sinnvoller als stundenlanges facebooken? Welche Brücken müssen eingerissen werden, welche neu gebaut werden? Welche Sorgen sind die richtigen, welche völlig unnötig?

Und auch wenn es so gar nicht schick ist: Ich möchte wieder meine christlichen Wurzeln stärken – und so als gefestigter Mensch mit meinen Talenten dem Nächsten etwas geben. Wenn man es nur schafft, andere zum Lachen zu bringen, dann ist das Ziel doch schon erreicht. Das alles kann nur funktionieren, wenn man sein „Hirnkast’l“ entschleunigt – und dafür die entsprechenden Freiräume schafft.

…Ich freue mich auf diese Zeit und auf jedem Fall auf das Ergebnis. Aber bis heute war es ja auch nur graue Theorie – aber jetzt geht’s los…

Euer Franz Rieger
Redaktion Amberg

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