Bayern-FDP will sich merklich von der CSU abgrenzen

Nachrichten Bayern, 9. März  2012, 8.20 Uhr | Kommentar schreiben (1)
Bayern-FDP will sich merklich von der CSU abgrenzen

Bayern-FDP will sich merklich von der CSU abgrenzen

Die bayerische FDP will sich im Wahlkampfjahr 2013 “merklich” vom Koalitionspartner CSU abgrenzen. Generalsekretärin Miriam Gruß sagte in einem Interview der Nachrichtenagentur dapd, jede Partei müsse “mit ihrem eigenen Profil für den Wähler klar erkennbar sein”. Dies heiße zwar nicht, dass die FDP den Konflikt mit der CSU suche. Gruß kündigte an: “Aber wir werden unsere Meinung deutlich hörbar sagen.”

Die FDP-Politikerin fügte hinzu, ihre Partei habe bereits erreicht, dass sich in der bayerischen Innen- und Rechtspolitik “Freiheit und Sicherheit besser die Balance halten”. Die Bürgerrechte müssten aber weiter gestärkt werden. Notwendig sei auch “ein liberales Ladenschlussgesetz”.

Gruß betonte einen Tag vor dem FDP-Landesparteitag in Lindau: “Im Bereich der Wirtschaftspolitik freuen wir uns gemeinsam über hohe Beschäftigungszahlen. Um dauerhaftes Wachstum zu sichern, müssen wir aber ideologiefrei an einer Politik für mehr qualifizierte Zuwanderung von Fachkräften arbeiten.”

Außerdem müssten die Erwerbschancen von Frauen erhöht werden. Das von der CSU durchgesetzte Betreuungsgeld sei “da natürlich eher kontraproduktiv”. Gruß mahnte: “Tradierte Rollenbilder müssen hier in den Köpfen überwunden werden.”Die bayerische FDP-Generalsekretärin betonte zugleich, die bisherige Zusammenarbeit mit der CSU im Freistaat sei “konstruktiv und erfolgreich”. Sie fügte hinzu: “Bayern ist seit der Regierungsbeteiligung der FDP liberaler geworden.” Es freue sie, “dass wir viele Bereiche entkrusten konnten und so Bayern moderner gemacht haben”. Die FDP wünsche sich “von der CSU, dass dieser Weg weiter mutig und ideologiefrei beschritten wird”.dapd

1 Kommentar

  1. dieterstrom sagt:

    ja das ist auch gut so. Wer will mit einer 1% Partei zusammen sein.

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