Merkel sieht Schuldenkrise noch nicht überwunden

Nachrichten Deutschland, 31. Dezember  2012, 5.21 Uhr | Kommentar schreiben (2)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert weitere Anstrengungen zur Überwindung der internationalen Schuldenkrise. Diese sei noch längst nicht überwunden, sagte die Kanzlerin in ihrer Neujahrsansprache. Zwar begännen die beschlossenen Reformen zu wirken, international müsse aber noch mehr getan werden, um die Finanzmärkte besser zu überwachen. “Die Welt hat die Lektion der verheerenden Finanzkrise von 2008 noch nicht ausreichend gelernt”, sagte sie.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte sich nach Weihnachten noch deutlich optimistischer geäußert, als er sagte, er glaube, “wir haben das Schlimmste hinter uns”. In ihrer Ansprache gab Merkel hingegen zu bedenken, dass das wirtschaftliche Umfeld im neuen Jahr nicht einfacher, sondern schwieriger werde. Dennoch appellierte sie: “Das sollte uns jedoch nicht mutlos werden lassen, sondern – im Gegenteil – Ansporn sein.

“Eine wichtige Rolle zur Sicherung von Arbeitsplätzen wies Merkel der Forschung zu. “Wenn wir etwas können, was andere nicht können, dann erhalten und schaffen wir Wohlstand”, sagte die CDU-Politikerin. “Deshalb investieren wir so viel wie nie zuvor in Bildung und Forschung. Deshalb bauen wir Deutschland zu einem der modernsten Energiestandorte der Welt um. Deshalb bereiten wir unser Land auf den demografischen Wandel vor, und deshalb bringen wir die Staatsfinanzen in Ordnung.” Auch 2013 werde die Bundesregierung von diesen Zielen geleitet.

Zudem betonte Merkel die Verantwortung jedes einzelnen. “Am Anfang sind es oft nur wenige, die voraus gehen, einen Stein ins Rollen bringen und Veränderung möglich machen”, sagte Merkel. Durch Menschen, die die Initiative ergriffen hätten, sei es möglich geworden, dass Deutschland 2012 “die niedrigste Arbeitslosigkeit und die höchste Beschäftigung seit der Wiedervereinigung” gehabt habe. Auch im kommenden Jahr müssten die Deutschen ihre größten Stärken unter Beweis stellen. “Dann bleibt Deutschland auch in Zukunft menschlich und erfolgreich”, sagte Merkel.Einen besonderen Dank richtete die Kanzlerin an Soldaten, Polizisten und zivile Helfer im Ausland.dapd

2 Kommentare

  1. Stefan Wehmeier sagt:

    Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit

    “…den Kreditausweitungen zwischen 1970 und 2009, in Höhe von 1.596 Mrd. Euro, standen in der gleichen Zeit Zinszahlungen des Staates in Höhe von 1.562 Mrd. Euro gegenüber! D. h., nutzbar für Staat und Bürger waren in diesen 39 Jahren nur jene 34 Mrd. Euro, die sich aus der Differenz zwischen Kreditaufnahmen und Zinszahlungen ergeben. – Profitiert hat also alleine jene Bürger-Minderheit, die dem Staat ihr Geld geliehen hat: Sie ist um 1.562 Mrd. Euro reicher geworden.” (Helmut Creutz, 2011)

    Eigentlich bedarf es keines weiteren Beweises, dass Politiker keine Volksvertreter sind, sondern nur Erfüllungsgehilfen der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz. Dabei ist zu beachten, dass die “hohe Politik” (Machtausübung) nicht aus “bösem Willen” handelt,…

    “Um zu wissen, wie wir der Dummheit beikommen können, müssen wir ihr Wesen zu verstehen suchen. Soviel ist sicher, daß sie nicht wesentlich ein intellektueller, sondern ein menschlicher Defekt ist. Es gibt intellektuell außerordentlich bewegliche Menschen, die dumm sind, und intellektuell sehr Schwerfällige, die alles andere als dumm sind. … Dabei gewinnt man weniger den Eindruck, daß die Dummheit ein angeborener Defekt ist, als daß unter bestimmten Umständen die Menschen dumm gemacht werden, bzw. sich dumm machen lassen.
    …Daß der Dumme oft bockig ist, darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß er nicht selbständig ist. Man spürt es geradezu im Gespräch mit ihm, daß man es gar nicht mit ihm selbst, mit ihm persönlich, sondern mit über ihn mächtig gewordenen Schlagworten, Parolen etc. zu tun hat. Er ist in einem Banne, er ist verblendet, er ist in seinem eigenen Wesen mißbraucht, mißhandelt. So zum willenlosen Instrument geworden, wird der Dumme auch zu allem Bösen fähig sein und zugleich unfähig, dies als Böses zu erkennen.” (Dietrich Bonhoeffer, 1943)

    …sondern dass die ganze politische Seifenoper wirklich nicht weiß, was sie tut, solange die Religion (Machterhalt) nicht erklärt und damit wegerklärt ist:

    http://www.deweles.de/intro.html

  2. Strolchi sagt:

    Neujahrsansprache immer das Gleiche. Letztes Jahr hats geheißen Merkel schwört die Deuteschen auf ein schwieriges Jahr ein. Kann die Ossi Tussi sonst noch was?
    Einfach mal Google fragen.