20 Zeugen sollen in neuem Prozess gegen Wolbergs vernommen werden

Für den zweiten Prozess gegen den suspendierten Oberbürgermeister von Regensburg, Joachim Wolbergs, hat das Landgericht 20 Zeugen vorgeladen. Sie sollen nach Angaben vom Donnerstag zwischen dem Auftakt am 1. Oktober und dem 10. Januar 2020 verhört werden. 6 der 20 geplanten Verhandlungstage hat das Gericht für die Plädoyers und die Schlussworte von Wolbergs und den Mitangeklagten eingeplant. Das Urteil könnte am 28. Januar fallen.

Nach dem weitgehenden Freispruch in einem ersten Verfahren wegen Vorteilsnahme hatte das Landgericht kürzlich zwei weitere Anklagen der Staatsanwaltschaft gegen Wolbergs zugelassen. In dem neuen Verfahren sollen alle drei Anklagen miteinander verknüpft werden. „Mit dieser Maßnahme wurde die Möglichkeit geschaffen, einen einheitlichen Prozess über sämtliche dem Landgericht Regensburg noch vorliegenden Anschuldigungen gegen Joachim Wolbergs zu führen, die nicht bereits in das kürzlich verkündete Urteil der Wirtschaftsstrafkammer eingeflossen waren“, hieß es.

In einem Verfahren ist Wolbergs alleine tatverdächtig, in einem weiteren sind zwei Unternehmer aus der Regensburger Baubranche und der frühere Geschäftsführer eines Immobilienunternehmens aus Mittelfranken mitangeklagt. (dpa/lby)