Jürgen Meyer hat Mundstuhl!

Tagebuch, 14. Mai  2017, 11.12 Uhr | Kommentare deaktiviert
Im Frühschoppen erzählten Lars Niedereichholz und Ande Werner warum sie ihr Programm Best of 50 Jahre Mundstuhl genannt haben und wie sie überhaupt auf ihren Namen kamen.

Foto: Tom Radlbeck | Ramasuri

Im Frühschoppen erzählten Lars Niedereichholz und Ande Werner warum sie ihr Programm Best of 50 Jahre Mundstuhl genannt haben und wie sie überhaupt auf ihren Namen kamen.

Hallo liebes Tagebuch,

heute hat Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer Blut und Wasser geschwitzt. Denn im Frühschoppen-Studio ging’s absolut skurril zu. Unsere heutigen Gäste haben es nämlich bei leckeren Weißwürsten mit Brezen geschafft, Jürgen Meyer mit ihrem Gerede derart einzulullen, dass er am Ende nicht mehr wusste, ob sie es gerade ernst meinen oder totalen Nonsens reden. Und so wurde Jürgen und auch dem Rest der Redaktion recht schnell klar, wie sich der Erfolg unserer heutigen Gäste, des Komiker-Duos Mundstuhl, erklären lässt!

Mundstuhl? Kennen Sie nicht? Vielleicht sind Ihnen die beiden dann eher als Dragan und Alder bekannt, ihre Kanak Sprak sprechenden Alter Egos. Kanak Sprak ist die Bezeichnung für den Jargon, der von zweisprachig aufgewachsenen, meist türkischstämmigen Kindern von Einwanderern gesprochen wird. Das Duo aus Frankfurt am Main besteht aus den beiden Komikern Lars Niedereichholz und Ande Werner, die nächstes bzw. übernächstes Jahr bereits 50 Jahre alt werden. Dieses Alter merkt man den beiden aber überhaupt nicht an – außer wenn man bedenkt, dass sie aktuell schon ihr 20. Bühnenjubiläum feiern.

Ihre Karriere starteten sie schon 1997 mit einer wöchentlichen Radioshow. 2006 folgte dann der Sprung ins Fernsehen, indem sie in mehreren Chartshows auftraten sowie ihr Können bei verschiedenen Sportevents von Stefan Raab unter Beweis stellten. Neben ihrer Comedy machten die beiden aber durchaus auch Schlagzeilen mit Musik: 2002 nahmen sie nämlich mit dem Song “Fleisch” am Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil – mit, naja, sagen wir mal, eher mäßigem Erfolg: Von 15 Teilnehmern belegten sie den elften Platz. Erfolgreicher war da schon der Song “Germans” – eine Cover-Version mit denglischem Text zur Melodie von Bob Marleys “Jammin'” – den sie 2006 zur Fußball-Weltmeisterschaft veröffentlichten.

Im Frühschoppen verraten die beiden dann auch, wie sie überhaupt zu ihrem Namen gekommen sind: Nach einer durchzechten Nacht befanden sie nämlich, dass dieser Geschmack, den man da im Mund hat, sich anfühlt wie, nun ja, Stuhl im Mund… Und so war der Name für ihr Duo geboren. Dass sie mit ihren musikalischen Auswüchsen nicht ganz so erfolgreich waren, stört die beiden übrigens nicht im Geringsten. Am wohlsten fühlen sie sich sowieso auf der Bühne, vertrauen sie Jürgen an. Und so kommt es auch, dass ihre Live-Programme „Nur vom Allerfeinsten“ (1998), „Deluxe“ (2000), „Heul doch!“ (2002), „Knochen-zum-Hund (2003)“, „Alles Inklusive“ (2004), „Höchststrafe“ (2007) und „Sonderschüler” (2009) schon seit Jahren stets bis auf den letzten Platz ausverkauft sind. Aufzeichnungen all dieser Shows haben die beiden auch auf CD oder DVD herausgegeben. Klar, dass die beiden Frankfurter auch schon einige Preise abgeräumt haben, u. a. den Echo für die beste Comedyproduktion im Jahre 2000. Und sogar ein eigenes Buch hat das Duo 2012 geschrieben: In “Ein bisschen krass muss sein” plaudern die beiden darüber, wie toll es ist, prominente Comedians zu sein.

Leider ist der Frühschoppen mit Mundstuhl schon wieder vorbei. Jürgen ist wahrscheinlich ganz froh, denn er braucht jetzt erst mal eine Pause! Wir übrigen aus der Redaktion haben dafür wahrlich Tränen gelacht. Wenn Sie auch noch nicht genug von dem hessischen Kult-Duo bekommen konnten: Weitere Informationen sowie Tourdaten zu ihrem aktuellen Programm “Mütze-Glatze! Simply the Pest” und den Link zu den Tickets dafür finden Sie ganz einfach unter www.mundstuhl.de. Und selbstverständlich können Sie den beiden auch auf Facebook immer aktuell folgen.

Bis nächste Woche!

Deine Dagi