Trauer um Trauerschwan

Nachrichten Franken, 13. November  2017, 11.40 Uhr | Kommentare deaktiviert
Ein Trauerschwan sucht auf einer Wiese nach Futter.

Foto: Horst Ossinger/Archiv/dpa

Ein Trauerschwan sucht auf einer Wiese nach Futter.

Ein Trauerschwan ist nach einem Angriff durch einen Hund im Schlosspark Fantaisie in Eckersdorf (Landkreis Bayreuth) verendet. Der Hund sei trotz Anleingebots frei herumgelaufen, teilte die Bayerische Schlösserverwaltung am Montag mit. Der schwarze Schwan habe seine Verletzungen nicht überlebt.

Erst im Mai hatte das Drama um einen einsamen Trauerschwan im Park von Schloss Rosenau in Rödental bei Coburg die Öffentlichkeit beschäftigt. Ein Fuchs hatte damals den zweiten Schwan des Pärchens gerissen. Der verbliebene schwarze Schwan musste seine Runden auf dem Schlossweiher alleine drehen. Die Kontaktanzeige der Bayerischen Schlösserverwaltung war schließlich erfolgreich. Ein Züchter aus Ingolstadt hatte den passenden Partner für den Trauerschwan; die tierische Liebesgeschichte endete im August mit Happy End.

Die in Australien beheimateten Trauerschwäne leben in Europa häufig in Parkanlagen. Die schwarzen Trauerschwäne im Park von Schloss Rosenau bei Coburg haben eine historische Bedeutung: Die britische Queen Victoria soll schwarze Schwäne zum Zeichen der Trauer nach dem Tod ihres Ehemanns Albert in den Schlosspark gebracht haben. Der Coburger Prinz war in dem Schloss 1819 geboren worden. (dpa/lby)