Stromproduktion sinkt: Ökostrom erstmals auf Platz 1

Nachrichten Bayern, 14. November  2017, 14.19 Uhr | Kommentare deaktiviert
Das Atomkraftwerk Isar 2:

Foto: Bjoern Schwarz [CC BY 2.0], Wikimedia Commons

Das Atomkraftwerk Isar 2:

Die bayerische Stromproduktion sinkt wegen des schrittweisen Atomausstiegs kontinuierlich. Nach den am Dienstag veröffentlichten neuen Zahlen des Statistischen Landesamts in Fürth produzierten Bayerns Kraftwerke im vergangenen Jahr noch 81 500 Gigawattstunden Strom, knapp 5000 Gigawatt weniger als im Vorjahr. Der Hauptgrund: 2015 war das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld abgeschaltet worden. Auch in den Vorjahren war die Stromproduktion bereits zurückgegangen.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien setzte sich zwar ebenfalls fort, doch reicht das nach wie vor nicht, um die Lücke durch den fehlenden Atomstrom zu ersetzen. Wasser, Wind, Sonne und Biomasseanlagen produzierten gut 35 000 Gigawattstunden Strom, 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Erstmals hatten die erneuerbaren Energien mit gut 43 Prozent den größten Anteil an der bayerischen Stromerzeugung. (dpa/lby)