Dritte Verhandlungsrunde

Nachrichten Bayern, 11. Januar  2018, 14.59 Uhr | Kommentare deaktiviert
IG-Metall-Mitglieder demonstrieren.

Foto: Jens Büttner/Archiv/dpa

IG-Metall-Mitglieder demonstrieren.

Die IG Metall Bayern hat ihre Warnstreiks am Donnerstag erneut ausgeweitet. Allein in Nürnberg beteiligten sich nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers 5000 Menschen an den Aktionen. Weitere regionale Schwerpunkte waren demnach Bamberg und Augsburg. Landesweit waren Beschäftigte in 79 Betrieben aufgerufen, vorübergehend die Arbeit ruhen zu lassen. In München wurde IG-Metall-Chef Jörg Hofmann zu einer Protestaktion bei BMW erwartet. Der bayerische Bezirksleiter Jürgen Wechsler sagte: “Mit der IG Metall wird es nur eine Paketlösung geben, die alle drei Elemente beinhaltet: eine satte Entgelterhöhung, den Anspruch auf kurze Vollzeit und einen Entgeltzuschuss.”

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, sagte: “Wir stehen für Lösungen am Verhandlungstisch bereit. Das umfasst aber nicht den rechtswidrigen Teillohnausgleich, der ist nicht verhandelbar.”

Zur dritten Verhandlungsrunde für die 3,9 Millionen Metaller in Deutschland wollten sich die Tarifparteien am Donnerstag in Böblingen bei Stuttgart treffen. Die bayerischen Tarifparteien verhandeln am Montag in Nürnberg weiter. In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie arbeiten etwa 835 000 Beschäftigte – gut die Hälfte davon in tarifgebundenen Betrieben.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn und das Recht für jeden Beschäftigten, seine Arbeitszeit bis zu zwei Jahre lang von 35 auf 28 Stunden pro Woche zu verkürzen, mit teilweisem Lohnausgleich. Die Arbeitgeber haben bisher eine Einmalzahlung für drei Monate, danach zwei Prozent mehr Lohn angeboten. Außerdem wollen sie die Arbeitszeit verlängern können. (dpa/lby)