Deutsche Handballer treffen auf Dänemark

Sport, 20. Januar  2018, 6.54 Uhr | Kommentare deaktiviert
Hat mit den deutschen Handballern nun Dänemark als Aufgabe: DHB-Coach Christian Prokop.

Foto: Monika Skolimowska

Hat mit den deutschen Handballern nun Dänemark als Aufgabe: DHB-Coach Christian Prokop.

Nach dem ersehnten Befreiungsschlag gönnte sich Handball-Bundestrainer Christian Prokop wieder nur wenige Stunden Schlaf. Im Anschluss an das schmeichelhafte 22:19 gegen Außenseiter Tschechien stieg der 39-Jährige wie gewohnt noch am späten Abend in die Videoanalyse ein.

Auch mit DHB-Vizepräsident Bob Hanning hatte Prokop noch einiges zu besprechen. Denn jetzt wartet bei der EM in Kroatien am Sonntag (18.15 Uhr) Olympiasieger Dänemark. Die Dänen wärmten sich mit einem starken 31:28 gegen Slowenien für das Topspiel auf. Möglicherweise nimmt der Bundestrainer einen weiteren Tausch in seiner Mannschaft vor.

NACHNOMINIERUNG? «Wir werden uns nach dem Spiel hinsetzen und darüber reden. Aber die Entscheidung obliegt einzig und allein Christian, ob er noch was ändern möchte», sagte Hanning nach dem wichtigen Sieg gegen die Tschechen. Fraglich ist vor allem, ob Newcomer Maximilian Janke auch mit ins Spiel gegen die Dänen geht. Der 24-Jährige war im ersten Hauptrunden-Spiel gegen Tschechien gar nicht zum Einsatz gekommen. Eine Alternative für ihn wäre Europameister Fabian Wiede, den Prokop zunächst überraschend nicht mit zum Turnier genommen hatte.

SELBSTVERTRAUEN: Gegen Dänemark braucht der Europameister das, was er gegen Tschechien nur in den abschließenden Minuten gezeigt hat: Kampfgeist und Entschlossenheit. Wenn gegen die Dänen nämlich tatsächlich ein Sieg gelingt, wäre das ein Riesenschritt in Richtung Halbfinale. Immerhin dürfte die DHB-Auswahl nun mit gesteigertem Selbstvertrauen in die Partie starten. «Wir haben es diesmal geschafft, das Spiel noch für uns zu entscheiden», sagte Abwehrchef Finn Lemke nach dem Erfolg gegen die Tschechen. «Ich glaube, das ist eine ganz, ganz wichtige Tatsache.»

ZUSAMMENHALT? Dass Teile des Teams ganz und gar nicht vor Selbstvertrauen strotzen, wurde auch gegen Tschechien deutlich. Dabei hatte sich die verunsicherte Mannschaft zuvor extra zusammengesetzt. Gepaart mit dem Erfolgserlebnis soll das nun Schwung für die schwere Aufgabe gegen Dänemark geben. «Ich glaube, dass die Mannschaft heute in sich gewachsen ist. Der Trainer hat ein sehr gutes Gespräch mit der Mannschaft gehabt. Die Mannschaft hat untereinander viel gesprochen», sagte Hanning. (dpa)