Rechtsextremisten stellen Holzkreuze auf Moscheegelände

Nachrichten Regensburg, 14. Februar  2018, 7.51 Uhr | Kommentare deaktiviert
Auf dem Bauplatz der Regensburger Moschee wurden 26 Holzkreuze aufgestellt.

Foto: Ditib Südbayern

Auf dem Bauplatz der Regensburger Moschee wurden 26 Holzkreuze aufgestellt.

Auf dem Baugelände der künftigen Moschee in Regensburg hat die rechtsextreme “Identitäre Bewegung” 26 Holzkreuze aufgestellt. Auf den Kreuzen waren die Namen der Menschen angebracht, die 2016 bei einem Terroranschlag in Brüssel getötet wurden. Das Areal habe wie ein Friedhof gewirkt, teilte der Moscheeverband Ditib am Dienstag mit.

“Wir sind entsetzt darüber, dass man den Terror von Brüssel mit der neuen Moschee in Verbindung bringt”, sagte ein Ditib-Sprecher. Die türkisch-islamischen Gemeinde verurteile die Aktion vom Samstag als “islamfeindlichen Angriff”. Diese Intoleranz der Moscheegegner vergifte die seit Jahren aufgebaute Atmosphäre des Dialogs und der Zusammenarbeit.

Auf ihrer Facebook-Seite hat der bayerische Ableger der “Identitären Bewegung” ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Im aktuellen Bericht des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz wird die Gruppe als rechtsextrem eingestuft. Die Gruppe hat auch Verbindungen zur AfD. Die Polizei ermittelt. (rr/dpa/lby)