Regensburger Oberbürgermeister vor Gericht

Nachrichten Regensburg, 20. September  2018, 6.05 Uhr | Kommentare deaktiviert
Joachim Wolbergs (SPD)

Foto: Armin Weigel/Archiv/dpa

Joachim Wolbergs (SPD)

Regensburgs suspendierter Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) muss sich ab Montag vor dem Landgericht Regensburg verantworten.

Dem 47-Jährigen werden Vorteilsannahme und Verstoß gegen das Parteiengesetz zur Last gelegt. Den Vorwurf der Bestechlichkeit hatte die Wirtschaftsstrafkammer des Gerichts nicht zugelassen. Mit Wolbergs sind der ehemalige Fraktionsvorsitzende der SPD im Regensburger Stadtrat, Norbert Hartl, sowie ein  Bauunternehmer und ein früherer Mitarbeiter dieses Unternehmers angeklagt. Der Marathonprozess wird nach Gerichtsangaben voraussichtlich bis Ende April 2019 dauern. Unter den mehreren Dutzend Zeugen sind Prominente wie der Regensburger Alt-Oberbürgermeister Hans Schaidinger (CSU), der am 17. Dezember erwartet wird. Der CSU-Stadtrat Christian Schlegl gehört ebenso zu den Zeugen und ist für 4. Oktober und 13. November geladen. Der frühere OB-Kandidat war im Zuge der Parteispendenaffäre ebenfalls ins Visier der Ermittler geraten. (dpa)