Mordfall Peggy: Verdächtiger widerruft Teilgeständnis

Nachrichten Franken, 13. Dezember  2018, 8.44 Uhr | Kommentare deaktiviert
Fundort der Skelettteile von Peggy in einem Waldstück im Saale-Orla-Kreis bei Rodacherbrunn (Thüringen).

Foto: Daniel Karmann/Archiv/dpa

Fundort der Skelettteile von Peggy in einem Waldstück im Saale-Orla-Kreis bei Rodacherbrunn (Thüringen).

Der Tatverdächtige im Mordfall Peggy hat sein Teilgeständnis in dem Mordfall widerrufen. Nach Angaben seines Anwalts zog der 41-Jährige es zurück, wie der Bayerische Rundfunk (BR) am Mittwoch berichtete. Vor drei Monaten hatte der Mann in einer Vernehmung zugegeben, die tote Neunjährige im Mai 2001 mit seinem Auto in den Wald gebracht zu haben. Er bestritt jedoch, das Mädchen getötet zu haben.

Die Polizei habe seinen Mandanten bei der Vernehmung im September stark unter Druck gesetzt, sagte der Anwalt dem Sender. “Er wollte irgendwann nur noch aus dieser Situation heraus und hat deshalb dann einfach das gesagt, was man von ihm hören wollte.

Peggy war am 7. Mai 2001 auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Im Juli 2016 fand ein Pilzsammler Teile ihres Skeletts in einem Wald bei Rodacherbrunn im thüringischen Saale-Orla-Kreis, knapp 20 Kilometer von Peggys Heimatort entfernt. Am Dienstag wurde gegen einen 41-jährigen Deutschen aus dem oberfränkischen Landkreis Wunsiedel Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft soll der Mann “Täter oder Mittäter” gewesen sein und den leblosen Körper anschließend in einem Wald im benachbarten Thüringen abgelegt haben. Möglicherweise sollte mit dem Mord eine zuvor begangene Straftat verdeckt werden, erklärten die Ermittler.

Vor drei Monaten hatte der 41-Jährige in einer Vernehmung zugegeben, dass er die tote Peggy im Mai 2001 mit seinem Auto in den Wald gebracht hatte. Er bestritt damals jedoch, das Mädchen getötet zu haben. (dpa/lby)