Altötting: Sternsinger ausgesendet

Nachrichten Deutschland, 29. Dezember  2018, 6.24 Uhr | Kommentare deaktiviert
Über 2.600 Sternsinger aus ganz Deutschland haben sich am Freitag in Altötting zur bundesweiten Aussendungsfeier getroffen. In den kommenden Tagen gehen sie von Tür zu Tür, singen, segnen die Häuser und sammeln Spenden für Kinder in Not.

Foto: Claudia Wächter | Bistum Regensburg

Über 2.600 Sternsinger aus ganz Deutschland haben sich am Freitag in Altötting zur bundesweiten Aussendungsfeier getroffen. In den kommenden Tagen gehen sie von Tür zu Tür, singen, segnen die Häuser und sammeln Spenden für Kinder in Not.

Sternsinger bringen den Segen – zu Ihnen nach Hause! Bundesweite Aussendungsfeier mit Bischof Oster und Bischof Voderholzer in Altötting

Caspar, Melchior und Balthasar so weit das Auge reicht – über 2.600 Sternsinger aus ganz Deutschland haben sich am Freitag zur bundesweiten Aussendungsfeier mit dem Passauer Bischof Stefan Oster und dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer in Altötting getroffen. In den kommenden Tagen gehen sie von Tür zu Tür, singen, segnen die Häuser und sammeln Spenden für Kinder in Not. Ihr diesjähriges Motto lautet „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit.“

 

Bischof Rudolf Voderholzer: „Ihr seid ein Segen!“

Aus dem Bistum Regensburg haben sich 600 Sternsinger zur Eröffnungsfeier aufgemacht, begleitet von ihren Betreuern und Jugendpfarrer Christian Kalis. Für die wertvollen Tage und Stunden, die sie investieren, dankte Bischof Rudolf Voderholzer allen Jugendlichen: „Ihr seid ein Segen!“ Denn was die Sternsinger an Spenden erbitten, das kommt anderen Kindern zugute. „Ein großartiges Zeichen der Solidarität“, freute sich der Regensburger Bischof. Und er fügte hinzu: „Ich freue mich immer, wenn ich eine Haustür sehe, auf die der Segen geschrieben steht: ‚Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus‘. Da fühle ich mich gleich daheim.“

 

Von Kindern für Kinder

Das Sternsingen in Deutschland ist die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Rund um den Jahreswechsel sind überall in Deutschland Mädchen und Jungen unterwegs.

Der Erlös aus der Sternsingeraktion fließt in Hilfsprogramme für Kinder auf der ganzen Welt. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Peru: Ganz besondere Unterstützung erhält ein Armenviertel der peruanischen Hauptstadt Lima. Der langjährige Projektpartner der Sternsinger „Yancana Huasy“ setzt sich dort für die Belange der Mädchen und Jungen mit Behinderung ein und fordert ihre Inklusion in die peruanische Gesellschaft.

 

„Es ist wichtig, dass Menschen mit Behinderung integriert sind, dass sie genauso dazugehören“, betonte der Regensburger Jugendpfarrer Christian Kalis. Es sei deswegen  „eine gute Sache, dass die Sternsinger diese Menschen in den Blick nehmen und ein Zeichen setzen.“

 

Bischof Stefan Oster: Kein Kind will gerne ausgeschlossen sein.

Gerade in Peru, dem diesjährigen Schwerpunktland, haben es Menschen mit Behinderung nicht leicht. Allzu oft gelten sie als „Schande“. Bischof Stefan Oster ermutigte deshalb alle Kinder und Jugendlichen, sich ein Herz zu fassen, wenn sie sehen, dass jemand ausgegrenzt wird – ob mit oder ohne Behinderung: „Kein Kind will ‚draußen‘ sein.“ Jedes Kind habe einzigartige Begabungen, gerade auch Kinder mit Behinderung.

Für ihren Einsatz dankte Bischof Stefan allen Sternsingern von Herzen: „Ihr bringt den Segen in die Häuser. Es gibt so viele Menschen, die sich darauf freuen.“

 

Sternsinger aus Weiden-Rothenstadt besuchen die Bundeskanzlerin

Am Montag, 07. Januar 2019, wartet das nächste Highlight. Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt in Berlin 108 Sternsinger aus allen deutschen Diözesen. Darunter sind Sternsinger aus dem Bistum Regensburg, genauer gesagt aus der Pfarrei St. Marien in Weiden-Rothenstadt!

Alle Bilder: Julia Wächter | Bistum Regensburg