Winter macht kurze Atempause: Bangen vor neuem Schnee

Nachrichten Bayern, 8. Januar  2019, 7.52 Uhr | Kommentare deaktiviert
Autos fahren durch das Schneetreiben in Bayern.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Autos fahren durch das Schneetreiben in Bayern.

Straßen vom Schnee räumen, umgestürzte Bäume entfernen – und Vorbereitungen für den nächsten großen Wintereinbruch treffen. In Bayern und in Österreich blickt man mit Bangen auf die Entwicklung der nächsten Tage.

Nach einem der schneereichsten Wochenenden der vergangenen Jahre gönnt der Winter den Menschen im südlichen Bayern und in Österreich am Dienstag voraussichtlich eine Atempause. Doch die wird nur von kurzer Dauer sein. Spätestens in der Nacht zum Mittwoch werde sich der Schneefall im Süden des Freistaats wieder intensivieren, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). “Die nächste Unwetterwarnung für den Alpenrand steht bevor”, sagte er. Der DWD sprach am Montagabend von einer Wetterlage “mit hohem Unwetterpotenzial”. Bayerns Schüler können sich dagegen freuen: Vielerorts fällt die ganze Woche über die Schule aus.

Auch am Montag hatten die Schneemassen im regionalen Zugverkehr im Freistaat noch zahlreiche Verspätungen und Ausfälle verursacht. Im Fernverkehr gab es dagegen keine Probleme, ebenso wenig am Münchner Flughafen. Um die Aufräumarbeiten der verschiedenen Einsatzkräfte besser koordinieren zu können, rief das Landratsamt Miesbach den Katastrophenfall aus. Die Lawinengefahr in den Allgäuer, den Ammergauer und den Werdenfelser Alpen sank von der zweithöchsten Stufe 4 auf 3. Auch die Unwetterwarnung wurde aufgehoben.

In Österreich wuchs derweil die Sorge vor Lawinen: Die Situation im Alpenraum wird Experten zufolge immer dramatischer. So wird bis Donnerstag im Hochgebirge wohl ein weiterer Meter Schnee hinzukommen. In tieferen Lagen seien in Österreich 30 bis 80 Zentimeter möglich, sagte in Wien ein Sprecher der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). “Die Gefahr, dass Bäume angesichts der Schneelast und des Sturms auf Straßen, Stromtrassen und Bahnlinien stürzen, steigt von Tag zu Tag.” (dpa)