Neue Erkenntnisse im Fall Monika Frischholz

Nachrichten Neustadt/WN, 11. Januar  2019, 13.47 Uhr | Kommentare deaktiviert
Monika Frischholz

Foto: Polizei

Monika Frischholz

Neues im Fall der seit über 42 Jahren verschwundenen Monika Frischholz aus Flossenbürg. Dank der Mithilfe aus der Bevölkerung konnten neue Erkenntnisse gewonnen werden. Die Ermittler gehen weiterhin davon aus, dass das Mädchen ermordet worden ist – und, dass der oder die Täter aus der Region kommen. 

Ein wichtiger Verdacht konnte nämlich ausgeräumt werden: 1976 gab es einen einzelnen Zeugenhinweis, dass Monika im nahegelegenen Ort Floß in ein gelbes Auto gestiegen wäre. Doch zum Zeitpunkt von Monika Frischholz´ Verschwinden lebte ein Mädchen in Floß, das der Vermissten zum Verwechseln ähnlich gesehen hatte. Die Polizisten gehen deshalb davon aus, dass das Auto nicht im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Monika Frischholz steht.

Am Nachmittag des 25.05.1976, gegen 15.30 Uhr, wurde die 12-Jährige in ihrem Heimatort Flossenbürg das letzte Mal lebend gesehen. Gegen 15.15 Uhr verließ sie ihr Elternhaus im Stieberweg und ging Richtung Floßer Straße. Dort bog sie nach links ab und ging die Floßer Straße bergab. Durch verschiedene Zeugenhinweise konnte ihr Fußweg rekonstruiert werden. Aufgrund eines neuen Zeugenhinweises konnte der Weg nun ein Stück weiter nachvollzogen werden. Der letzte Sichtkontakt zu dem Mädchen war demnach im Bereich Ortsausgang Flossenbürg auf Höhe der Abzweigung nach Waldkirch. Dort knüpft nun die weitere Suche der „EG Froschau“ an.

„Am Beispiel dieser neuen Erkenntnisse zeigt sich, wie wertvoll auch weiterhin Hinweise aus der Bevölkerung für unsere Ermittlungsarbeit sind. Dank des Zeugen, kann nun der Weg von Monika bis zum ehemaligen Steinbrunnen unmittelbar vor der Abzweigung Waldkirch nachvollzogen werden. Die Beobachtungen müssen dabei nicht zwingend selbst gemacht worden sein. Wir überprüfen auch alle Hinweise vom Hörensagen.“, so Armin Bock, Leiter der Ermittlungsgruppe bei der Kriminalpolizeiinspektion Weiden.

Monika Frischholz war damals 160 cm groß, hatte eine mittelschlanke Figur, trug halblanges, dunkelbraunes bis schwarzes Haar und war bekleidet mit einer dunkelgrünen, langen Hose, einem gelben, kurzärmeligen Pullover und einer rot/schwarz gemusterten Strickweste. Zudem trug sie braune Halbschuhe.

Das BLKA München setzte für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro aus.