Ermittlungsgruppe im Mordfall Getrud Kalweit gegründet

Nachrichten Amberg, Regional, 9. Februar  2019, 12.08 Uhr | Kommentare deaktiviert
Bildunterschrift: Tatort im Stadtgraben in Amberg

Foto: Kriminalpolizeiinspektion Amberg

Noch immer sucht die Polizei den Mörder von Gertrud Kalweit aus Amberg. Die 38-Jährige wurde vor fast 40 Jahren am 21. März 1980 vergewaltigt und ermordet im Stadtgraben in Amberg gefunden. Der Täter konnte trotz umfangreicher Ermittlungen noch nicht gefasst werden.  Die Kripo Amberg hat nun die „Ermittlungsgruppe Stadtgraben“ gegründet.

Tatbeschreibung: Das 38-jährige Opfer wurde in der Nacht von Donnerstag, 20.03.1980 auf Freitag, sexuell missbraucht und ermordet. Ein Passant fand die leblose Frau am Freitagmorgen, gegen 06:30 Uhr, in einem Gebüsch im Stadtgraben am Kurfürstenring zwischen dem Nabburger Tor und der sogenannten Stadtbrille auf und verständigte die Polizei.

Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse gehen die Ermittler davon aus, dass Gertrud Kalweit gegen 23:10 Uhr alleine zu Fuß aus Richtung des Kreisverkehrs am Nabburger Torplatz, auf dem oberen Alleeweg neben dem Kurfürstenring in Richtung Wingertshofer Tor ging. Etwa auf Höhe der Fa. DEPRAG dürfte sie vom Täter überwältigt und in den Stadtgraben gezogen worden sein. Dort verging sich der Täter an der Frau und fügte ihr unter anderem Schlag- und Stichverletzungen zu, an denen sie letztlich verstarb.

Belohnung: Durch das Bayerische Landeskriminalamt wurde für sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgelobt. Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.

Hinweise: Auch wenn die Tat bereits viele Jahre zurückliegt, erhoffen sich die Ermittler neue Ermittlungsansätze oder Informationen zum Geschehen in der Tatnacht, durch Mitteilungen aus der Bevölkerung. Wichtig ist dabei, dass alle Wahrnehmungen, auch solche vom Hörensagen und wenn sie noch so unwichtig erscheinen mögen, an die Ermittler herantragen werden. Nur Informationen die der Polizei auch bekannt sind, können von den Beamten auf einen möglichen Tatzusammenhang geprüft werden.

Alle Mitteilungen, werden dringend an die Kriminalpolizeiinspektion Amberg unter der Telefonnummer 09621 890-0 erbeten.