Zwei Schwerverletzte und Sachschäden bei Bränden in Bayern

Nachrichten Franken, 15. April  2019, 8.19 Uhr | Kommentare deaktiviert
Ein Fahrzeug der Feuerwehr.

Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv/dpa

Ein Fahrzeug der Feuerwehr.

Nicht nur die Stiftung Warentest warnt vor Deko-Kaminen, auch Mediziner und die Feuerwehr sehen den Trend zu Bioethanol-Öfen mit Sorge. Nun kam es erneut zu einer Verpuffung mit zwei Schwerverletzten. Andere Brände im Freistaat gingen glimpflicher aus.

Bei einer Verpuffung in einem Nürnberger Wohnhaus sind am Sonntag zwei Bewohner schwer verletzt worden. Auch ein Feuerwehrmann erlitt Verletzungen. Bei weiteren Bränden im Freistaat entstand am Wochenende glücklicherweise nur Sachschaden.

In Nürnberg war nach ersten Erkenntnissen in einer Wohnung ein Bioethanol-Ofen in Brand geraten – der offizielle Name für die beliebten Deko-Kamine, die kein Holz zum Lodern brauchen. “Gegen 4.00 Uhr gab es einen lauten Knall, auch Scheiben gingen zu Bruch”, sagte ein Polizeisprecher. Eine 20-Jährige und ein 27-Jähriger kamen mit Brandverletzungen ins Krankenhaus. Bei den Löscharbeiten wurde zudem ein Feuerwehrmann durch das brennende Ethanol leicht verletzt. Warum der Ofen in Flammen aufging, sollen die Ermittlungen klären. Fachleute warnen immer wieder vor den Gefahren von Deko-Kaminen.

Beim Brand einer Halle in Oberfranken blieb es dagegen bei einem Sachschaden – wenn auch in Höhe von rund 100 000 Euro. Das Feuer in Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel) brach nach Polizeiangaben am Samstag in einer Hackschnitzelheizung aus; die Ursache war nach erster Einschätzung ein technischer Defekt an der Förderanlage. Von dort breiteten sich die Flammen aus und beschädigten einen Teil des Daches sowie einen Gabelstapler.

80 000 Euro Schaden entstand am frühen Sonntagmorgen bei einem Wohnungsbrand in Baunach (Landkreis Bamberg). Der 79 Jahre alte Bewohner konnte sich unverletzt ins Freie retten, doch wurden die Wohnräume des Hauses durch den Rauch in Mitleidenschaft gezogen.

Bei einem Feuer in einer Schule in Weitnau im Allgäu entstand zudem ein Schaden von 50 000 Euro. Wie die Polizei mitteilte, brach der Brand am späten Freitagabend aus und richtete in einem Klassenzimmer erheblichen Schaden an. Nach ersten Ermittlungen vermuteten die Beamten, dass ein Papierkorb im Klassenzimmer vorsätzlich in Brand gesteckt wurde. (dpa/lby)