Neue Anklage gegen Wolbergs zugelassen

Nachrichten Regensburg, 17. April  2019, 11.47 Uhr | Kommentare deaktiviert
Joachim Wolbergs (SPD) gestikuliert.

Foto: Armin Weigel/Archiv/dpa

Joachim Wolbergs (SPD) gestikuliert.

Der suspendierte Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) muss sich in einem weiteren Verfahren verantworten. Das teilte das Oberlandesgericht Nürnberg am Mittwoch mit. Die Staatsanwaltschaft Regensburg wirft Wolbergs in einem weiteren Ermittlungskomplex Vorteilsannahme und Bestechlichkeit vor.

Das Landgericht Regensburg hatte die Anklage abgelehnt, weil die Vorwürfe der Strafkammer zufolge schon im seit September laufenden Prozess gegen den Politiker wegen Vorteilsannahme und Verstoßes gegen das Parteiengesetz Gegenstand seien. Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt und nun vom zuständigen Nürnberger Oberlandesgericht Recht bekommen.

Demnach besteht der Verdacht, dass der SPD-Ortsverband Stadtsüden von einem Bauunternehmer zwischen 2012 und 2016 finanzielle Zuwendungen in Höhe von gut 160 000 Euro bekam. Der Unternehmer habe sich so die Unterstützung Wolbergs – zunächst als dritter Bürgermeister, dann als Oberbürgermeister – bei Bauvorhaben sichern wollen. (dpa/lby)