Kidnapping-Pläne: Zusatzstrafe für Prostituiertenmörder

Nachrichten Franken, 16. Mai  2019, 13.45 Uhr | Kommentare deaktiviert
Außenansicht des Landgerichts Nürnberg-Fürth in Nürnberg (Bayern).

Foto: Daniel Karmann/Archiv/dpa

Außenansicht des Landgerichts Nürnberg-Fürth in Nürnberg (Bayern).

Erst 2018 war er zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden – aufgeflogene Kidnapping-Pläne im Gefängnis bringen den Nürnberger Prostituiertenmörder nun für weitere Jahre hinter Gitter. Wegen versuchten erpresserischen Menschenraubs hat das Landgericht Nürnberg-Fürth den 23 Jahre alten Mann am Donnerstag zu vier Jahren und neun Monaten verurteilt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte konkrete Pläne geschmiedet hat, eine Gefängnispsychologin nach einem Beratungsgespräch in seine Gewalt zu bringen. Er habe damit Haftverbesserungen erzwingen wollen. Auf einer Forderungsliste habe unter anderem die Ausstattung seiner Zelle mit einem Spielecomputer gestanden. Da eine lebenslange Gefängnisstrafe mit einer mindestens 15-jährigen Haft verbunden ist, rückt nun die Entlassung für den Mann in weite Ferne. Der Mann hatte im Juni 2018 wegen der Ermordung von zwei Nürnberger Prostituierten vor Gericht gestanden. (dpa/lby)