Drei Schritte breit, acht Schritte lang

Nachrichten Weiden, 11. Juni  2019, 6.05 Uhr | Kommentare deaktiviert
Drei Wochen lang hat die Zimmerer-Klasse der Berufsschule in Weiden ein Mini-Häuschen für Obdachlose gebaut.

Foto: Elisa Wiesnet

Drei Wochen lang hat die Zimmerer-Klasse der Berufsschule in Weiden ein Mini-Häuschen für Obdachlose gebaut.

Peter Lustig hat uns gezeigt: auf kleinsten Raum wohnen? Das geht locker. In seinem kleinen Bauwagen hat er es immer gut ausgehalten. Womöglich war Peter Lustig ein Trendsetter. Auf kleinsten Raum wohnen wird immer beliebter. Immer mehr Menschen leben in sogenannten Tiny Houses, Mini-Häuschen. Die einen manchen es, weil sie auf den minimalistischen Lebensstil stehen. Andere, um ein Dach über den Kopf zu haben. Eines dieser Tiny Houses steht jetzt bald in Weiden. 

Drei Wochen lang haben die Nachwuchs-Zimmerer an der Berufsschule in Weiden gesägt, geschraubt, geschliffen, getackert. Ihr Plan: Sie wollen ein Mini-Häuschen bauen. Das schenken sie dann den Obdachlosen in Weiden. Drei Schritte ist es breit, acht Schritte lang – Platz ist für ein Klappbett und eine kleine Waschecke. Es ist komplett aus Holz, auf einer Seite gibt’s ein kleines Fenster.

Das Tiny House fühlt sich an wie das Baumhaus vom Nachbarn in der Kindheit. Für die Obdachlosen in Weiden ist es bald ein Rückzugsort und eine Schlafmöglichkeit. Das Tiny House ist der erste Versuch. Im nächsten Jahr soll es noch mehr von den Mini-Häusern geben, jedes davon ein Stückchen größer. Tiny House Nummer 1 wird ganz in der Nähe der Berufsschule stehen. Obdachlose können sich ihren Hausschlüssel in der Schule jederzeit abholen. Eingeweiht wird das Tiny House vom Lehrer der Zimmerer-Schüler, David Breitkopf. Er darf das Häuschen als erstes testen. (Red)

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