Arbeitslosenzahlen sinken erneut

Der bayerische Arbeitsmarkt erholt sich im Juni weiter von der Corona-Krise. Deren Auswirkungen sind aber nach wie vor spürbar. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Vergleich zum Vormonat um 12 084 auf 256 800, wie die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent zurück. Im Vergleich: Im Juni 2019 hatte sie bei 2,6 Prozent gelegen.

„Wir erkennen Nachholeffekte auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitskräftenachfrage der Betriebe in Bayern zieht weiter an“, sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart. Damit trete das dominierende Thema vor der Krise, der Fachkräftebedarf der Unternehmen, wieder in den Vordergrund.

Im Juni wurden den Arbeitsagenturen und Jobcentern in Bayern nach Angaben der Regionaldirektion rund 28 600 neue Stellen gemeldet – 66 Prozent mehr als vor einem Jahr. Fast 115 700 offene Stellen warten derzeit darauf, besetzt zu werden, ein Plus von fast 27 Prozent im Vergleich zum Juni 2020. Das Vorkrisenniveau ist damit aber noch nicht erreicht. Der Stichtag für die aktuellen Statistik war der 14. Juni.

„In nahezu allen Branchen ist ein Stellenzuwachs zu verzeichnen“, sagte Holtzwart. Eine besonders hohe Nachfrage gebe es unter anderem im Gastgewerbe und im Handel, was auf die schrittweisen Öffnungen im Mai zurückzuführen sei. So meldete das Gastgewerbe doppelt so viele Stellen wie im Mai.

Der Arbeitsmarkt erholt sich auch in der Oberpfalz weiter von der Corona-Krise. Im Juni waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Weiden insgesamt 3.950 Menschen arbeitslos gemeldet – 160 weniger als vor vier Wochen. Im Bereich Tirschenreuth waren 1.190 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet – somit stabil auf dem Niveau des Vormonats. Im Agenturbezirk Schwandorf, heißt in den Landkreisen Schwandorf, Cham und Amberg-Sulzbach sowie der Stadt Amberg, waren 6.870 Menschen ohne Job – 400 weniger als noch im Mai.

Diese Entwicklung sei sehr erfreulich, sagte Holtzwart. „Damit haben die Menschen, die ihre Beschäftigung verloren haben, wieder zunehmend bessere Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden.“ Langzeitarbeitslose oder Ältere hätten es allerdings schwer, wieder auf dem Arbeitsmarkt unterzukommen. (dpa/lby/rr)