Arbeitslosigkeit saisonbedingt leicht gesunken

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist von Februar bis März saisonbedingt um 5,6 Prozent gesunken, aber im Vergleich zum Vorjahresmonat um 29,3 Prozent gestiegen. „Trotz des Rückgangs der Arbeitslosenzahlen kann von einer Erholung auf dem Arbeitsmarkt nicht die Rede sein“, sagte der Chef der Regionaldirektion Bayern bei der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart, am Mittwoch in Nürnberg.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Weiden waren im März fast 4.850 Menschen arbeitslos gemeldet – 450 weniger als noch vor vier Wochen. Im Landkreis Tirschenreuth sank die Zahl der Arbeitslosen um 180 auf 1.470. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf, heißt in den Landkreisen Schwandorf, Amberg-Sulzbach und Cham sowie in der kreisfreien Stadt Amberg waren im März insgesamt 9.210 Menschen arbeitslos – 1.330 weniger als noch im Februar.

Im März waren in Bayern 298 765 Menschen arbeitslos. Das waren 17 867 weniger als im Februar, aber 67 650 mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote betrug 3,9 Prozent. „Die Chancen, die Arbeitslosigkeit zu überwinden, sind pandemiebedingt gesunken, und es wird wieder mehr kurzgearbeitet“, sagte Holtzwart. Aufnahmefähig ist der Arbeitsmarkt derzeit für Fachkräfte am Bau, im Gartenbau sowie für Fahrzeugführer und Paketzusteller. Auf der anderen Seite sank die Beschäftigung im Gastgewerbe und anderen von den Lockdowns besonders hart betroffenen Branchen deutlich. Die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen erreichte im März wieder Vorjahresniveau. Allerdings sind nur knapp 100 000 Stellen im Stellenpool, 13 Prozent weniger als im Vorjahr. (dpa/lby/rr)