Bayerische Umweltschutzverbände mit großem Zulauf

Tier- und Klimaschutz ist im Trend – das belegen die wachsenden Mitgliederzahlen der beiden größten Vereine für Umweltschutz in Bayern. Beim Bund Naturschutz sind heuer bereits mehr als 18 000 Mitglieder hinzugekommen, dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) sind in diesem Jahr 6000 Menschen beigetreten. Vor Probleme stellt das die Organisationen nicht – sie sehen dem Ansturm positiv entgegen.

Der Bund Naturschutz ist mit 246 000 Mitgliedern Bayerns größter Umweltverband. „Unsere Mitgliedszahlen steigen seit Jahren kontinuierlich“, sagte Landesgeschäftsführer Peter Rottner. Das Bewusstsein für Klima-, Umwelt- und Artenschutz sei grundsätzlich gestiegen – „in jüngster Zeit auch dank der Bewegung ‚Fridays for Future'“.

Ähnliche Töne beim LBV, dem bayerischen Partnerverband des Naturschutzbundes Deutschland, kurz: NABU. „Das Bewusstsein für das Thema Naturschutz ist gestiegen“, sagte Markus Erlwein, Sprecher des LBV. „Die Leute spüren die Auswirkungen des Klimawandels. Viele wollen etwas tun.“ Heuer hat der LBV sein 100 000. Mitglied begrüßt. Erlwein führt auch das Volksbegehren Artenschutz – „Rettet die Bienen“ – als Erfolgsfaktor an. Der LBV gehörte zum Trägerkreis der Initiative.

Trotz des großen Zulaufs sind die Vereine nicht überfordert. „Wir können die Mitgliedsanträge sehr effizient abarbeiten“, sagt LBV-Sprecher Erlwein. Der Bund Naturschutz überarbeite kontinuierlich seine Verwaltungsprozesse, sagte Peter Rottner vom BUND. Überfordert sei der Verein damit nicht. (dpa)