PCR-Pool-Tests sollen Corona-Sicherheit in Kitas verbessern

Mit sogenannten Lollitests soll in Bayern die Corona-Sicherheit in Kitas weiter verbessert werden. Nach einem Kabinettsbeschluss vom Dienstag übernimmt der Freistaat ab sofort auch die Kosten für solche Pool-Tests auf PCR-Basis – PCR-Tests gelten als zuverlässiger als Antigen-Schnell- oder Selbsttests.

Die Kommunen können demnach künftig in Abstimmung mit den Kita-Trägern und mit den Eltern vor Ort entscheiden, welches Testverfahren sie in den einzelnen Kitas anwenden: ob sie die neuen Lollitests verwenden wollen oder ob sie beim bisherigen Verfahren bleiben – also mit Berechtigungsscheinen für kostenlose Selbsttest-Kits, die an die Eltern ausgegeben werden.

Bei den Lollitests lutscht jedes Kind an zwei Tupfern. Die Proben werden gesammelt und im Labor als Pool untersucht. Sollte eine Sammelprobe positiv sein, wird das betreffende Kind ermittelt.

Man biete den Kindern, Eltern und Lehrern die größtmögliche Sicherheit, sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). Sie bat lediglich um etwas Geduld, bis es mit den Lollitests losgeht. Eine zentrale, flächendeckende Steuerung der PCR-Pool-Tests gebe es allerdings nicht – das sei aus logistischen Gründen nicht umsetzbar.

„Wir wollen noch mehr Sicherheit in den Kitas“, hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schon vor dem Kabinettsbeschluss der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag) gesagt. Deshalb ermögliche man „auf Wunsch der Eltern“ nun die Lollitests, erklärte er.

Neu ist zudem: Künftig müssen Beschäftigte in Kitas, die nicht geimpft oder genesen sind, regelmäßig negative Tests nachweisen. Mit dieser Testnachweispflicht erhöhe man die Sicherheit noch weiter, betonten Trautner und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). (dpa/lby)