Bayerns Bauern erhalten 1,14 Millionen Euro Dürrehilfen

In keinem anderen Flächenland haben Landwirte wegen der langen Dürre im vergangenen Jahr weniger Nothilfen aus der Bund-Länder-Nothilfe erhalten als in Bayern. Die Bauern im Freistaat erhielten rund 1,14 Millionen Euro – bereitgestellt je zur Hälfte aus Bundes- und Landesmitteln, teilte das Bundesagrarministerium am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Bundesweit wurden für 6949 bewilligte Anträge rund 228 Millionen Euro ausgezahlt – auf Bayern entfielen davon nur 63 Anträge.

Die größte Einzelsumme aus dem Bund-Länder-Programm entfiel mit Stand 31. Juli auf Brandenburg mit 69,7 Millionen Euro. Betriebe in Sachsen-Anhalt erhielten insgesamt 42,5 Millionen Euro, in Mecklenburg-Vorpommern 36,5 Millionen Euro. Auszahlungen sind noch bis 31. August möglich. Kein Interesse an Hilfsprogrammen hatten Rheinland-Pfalz und das Saarland angemeldet.

Als Gründe für die relativ geringe Zahlungssumme nach Bayern nannte ein Sprecher des Agrarministeriums in München die verhältnismäßig geringeren Schäden in Bayern und die relativ hohen Hürden für die Bund-Länder-Nothilfen. Die Landwirte hätten daher lieber auf das parallel laufende Sofortprogramm der Staatsregierung zurückgegriffen. Rund 14,2 Millionen Euro seien hier bislang ausgezahlt worden.

Bund und Länder hatten angesichts der extremen Trockenheit vor einem Jahr Hilfen von jeweils bis zu 170 Millionen Euro zugesagt. Schwelle für die Unterstützung ist, dass Betriebe in der Existenz gefährdet sind. Gerechnet worden war mit bis zu 10 000 betroffenen Höfen. (dpa/lby)