Bayerns Bauern setzen wegen Trockenheit auf Mais statt Raps

Auf bayerischen Äckern wächst dieses Jahr mehr Mais und deutlich weniger Raps als im Vorjahr. Auf mehr als 550 000 Hektar Ackerfläche seien dieses Jahr verschiedene Maissorten gepflanzt worden, ein Anstieg von fast 9000 Hektar im Vergleich zu 2018, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik am Dienstag mit.

Obwohl im Freistaat 2019 rund 20 000 Hektar Boden für Ackerbau genutzt wurden als im Vorjahr, sank die Anbaufläche von Winterraps im Jahresvergleich um mehr als ein Viertel – rund 30 000 Hektar. Dem Bayerischen Bauernverband zufolge liegt das an den ausgebliebenen Niederschlägen: «Schon im Herbst konnten viele Landwirte auf ihren trockenen Böden keinen Raps aussäen», sagte ein Sprecher.

Auf einigen Flächen sei im Frühjahr stattdessen Mais angepflanzt worden, teilte der Bauernverband mit. Der Mais nutze Nährstoffe effizient, wachse schnell und bereite den Landwirten unter anderem beim Pflanzenschutz besonders wenig Aufwand.

Auch der Soja-Anbau nimmt in Bayern zu: Die Anbaufläche stieg im Vergleich zum Vorjahr von 11 600 auf 15 700 Hektar. Züchter schafften immer bessere Voraussetzungen, die Soja-Erträge zu verbessern, hieß es vom Bauernverband. Zudem spielten die Bohnen in der Ernährung eine immer größere Rolle. (dpa/lby)