Bayernweite Durchsuchungen wegen Hass-Postings im Netz

Im Kampf gegen Hass-Postings im Internet haben Ermittler Wohnungen von 23 Verdächtigen in ganz Bayern durchsucht. Es seien am Mittwochvormittag unter anderem Handys und Computer sichergestellt worden, sagte ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamts. Die Durchsuchungen fanden demnach im Rahmen einer bundesweiten Aktion statt, der Großteil davon in Bayern.

„Das Posten strafbarer Hasskommentare ist kein Kavaliersdelikt“, mahnte der Hate-Speech-Beauftragte der Bayerischen Justiz, Oberstaatsanwalt Klaus-Dieter Hartleb, laut einer Mitteilung an. Es drohten ernsthafte Konsequenzen. „Der oft rassistische, antisemitische oder frauenfeindliche Hass ist eine ernste Bedrohung“, ergänzte der Präsident des Bayerischen Landeskriminalamtes, Harald Pickert.

Durchsuchungen gab es am Mittwoch in allen sieben Regierungsbezirken des Freistaats. Schwerpunkt der Aktion war in Oberbayern, wo Objekte von elf Verdächtigen durchsucht wurden. Auch im Landkreis Neustadt/WN gab es zwei Verdächtige. (dpa/lby/rr)