Beschäftigte der Länderbahn im Warnstreik

Beschäftigte der Länderbahn haben im Osten Bayerns nach dem Aufruf der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG mit Warnstreiks begonnen. Es sei morgens mit Zugausfällen zu rechnen, sagte Harald Hammer von der EVG Geschäftsstelle Regensburg. Mit der Aktion solle der Druck auf den Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen verstärkt werden. Seit Dezember 2020 habe es drei Verhandlungsrunden gegeben. Das bisherige Angebot des Arbeitgebers sei aber weiter inakzeptabel.

Die ersten Beschäftigten hätten ab etwa 3.30 Uhr in Viechtach (Landkreis Regen) ihre Arbeit niedergelegt, sagte Hammer. Wenig später sollten weitere Standorte folgen. Insgesamt beteiligen sich demnach 30 bis 40 Beschäftigte.

Beeinträchtigungen im Zugbetrieb werde es voraussichtlich bei der Wald- und Oberpfalzbahn geben, sagte Hammer. Besonders betroffen könnten Pendler im Raum Viechtach, Zwiesel und Cham sein. Etwa bis 10.00 Uhr soll der Warnstreik dauern, an dem sich laut Gewerkschaft auch Beschäftigte der Werkstatt in Neumark beteiligen wollen. Weitere Warnstreiks sind derzeit nicht geplant. Er möchte zwar nicht ausschließen, dass noch weitere folgen könnten, sagte Hammer. „Aber jetzt hoffen wir erstmal, dass der Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zurückkehrt.“

Die Gewerkschaft verlangt für die Beschäftigten unter anderem 7,6 Prozent mehr Geld, Zeitguthabenkonten mit flexibler Zeitentnahme während des gesamten Berufslebens und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung. (dpa/lby)