Bombendrohungen in neun Ländern: Verdächtige ermittelt

Nach einer bundesweiten Serie von Bombendrohungen haben Polizei und Staatsanwaltschaft zwei Verdächtige ermittelt, die für Drohungen in neun Bundesländern verantwortlich sein sollen. Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart mitteilte, ermittle man wegen Drohungen, die in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein eingegangen seien.

Die Ermittlungen richten sich den Angaben zufolge gegen einen 19-Jährigen aus dem Hohenlohekreis im Norden Baden-Württembergs und einen 30-Jährigen aus dem Landkreis Minden-Lübbecke in Ostwestfalen. Laut Staatsanwaltschaft geht es bei den Ermittlungen um eine bundesweite Serie von Bombendrohungen. Per Mail sollen sich die Täter als Gegner oder Mitglieder der Hamas oder des IS ausgegeben haben und gedroht haben, Unschuldige zu töten. Am Freitag durchsuchten Ermittler deswegen zwei Wohnungen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Verhaftungen habe es nicht gegeben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Gegen den 30-Jährigen wegen 29 Bombendrohungen ermittelt, dem 19-Jährigen werfen die Behörden bislang vier mutmaßliche Taten vor, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Es bestehe der Verdacht, dass die beiden Teil einer Gruppe gewesen seien. Insgesamt seien bundesweit mehr als 250 solcher Bombendrohungen erfasst worden. (dpa)