Christbaumverkauf in Bayern nach gutem Start „abgestürzt“

In Bayern werden in diesem Jahr voraussichtlich deutlich weniger Christbäume verkauft als im Vorjahr. „Der Verkauf ist nicht eingebrochen, sondern regelrecht abgestürzt“, sagte Thomas Emslander, Vorsitzender des Vereins Bayerischer Christbaumanbauer mit Sitz in Ergolding bei Landshut, am Montag. «Wir werden die Umsatzzahlen von 2019 nicht schaffen.»

Anfang Dezember war berichtet worden, dass die Menschen in Bayern in diesem Jahr ihre Christbäume früher kaufen als in den Vorjahren. „Anfangs lief es sehr, sehr gut“, sagt Emslander. „Wir waren regelrecht euphorisch. Aber inzwischen scheinen die Kunden anderen Kunden aus dem Weg gehen zu wollen.“ Seit vergangenem Mittwoch, als wegen der Corona-Pandemie bundesweit neue Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verhängt wurden, sei der Christbaumverkauf vielerorts um bis zu 50 Prozent zurückgegangen, berichtet der Vereinsvorsitzende.

Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte dagegen in ihrer Montagsausgabe berichtet, dass in München insbesondere kleinere Christbaumhändler schon ausverkauft seien. Aus Angst, wegen des Lockdowns könnten die Verkaufsstände dichtgemacht werden, hätten die Menschen früher zugegriffen, vermutet ein Baumverkäufer laut dem Bericht. (dpa/lby)