Corona-Hotspot in Oberfranken: Massentests alle negativ

Nach der Entwicklung zu einem lokalen Corona-Hotspot sind die Massentests in der oberfränkischen Stadt Rehau alle negativ ausgefallen. 678 Einwohner ließen sich an einem Testmobil des Landkreises Hof freiwillig testen, wie das Landratsamt am Montag mitteilte. Momentan gebe es 48 Infizierte in Stadt und Landkreis Hof.

Auch in Schulklassen und Gemeinschaftsunterkünften seien Abstriche genommen worden. „Die Ergebnisse der umfangreichen Tests haben gezeigt, dass sich das Virus ausschließlich im Bereich der Rehauer Großfamilien verbreitet hat“, erklärte Landrat Oliver Bär (CSU). Alle, die positiv auf das Virus getestet wurden, befänden sich in Quarantäne. Weitere Maßnahmen wie ein lokaler Lockdown seien deshalb nicht notwendig, hieß es.

In Rehau waren nach mehr als einem Monat ohne neue Infektionen innerhalb weniger Tage zahlreiche Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Die meisten Infizierten stammen den Angaben nach aus mehreren Großfamilien, die in der 10 000-Einwohner-Stadt leben.

Mit 48 Infizierten nähert sich der Raum Hof der kritischen Marke: Eine Region mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen gilt nach Definition des Robert Koch-Instituts (RKI) als Corona-Risikogebiet. (dpa/lby)