Corona verstärkt Ärger ums Mountainbiken

Mountainbiken wird seit Jahren immer mehr zum Trend. In der Corona-Zeit waren besonders viele Freizeitsportler mit ihren geländegängigen Rädern in Wald und Bergen unterwegs – mit Folgen. „Gerade in den letzten Monaten haben sich die Beschwerden gehäuft“, sagt Thorsten Schär von der Alpenregion Tegernsee Schliersee. „Es werden immer mehr Wege befahren, die nicht so geeignet sind oder nicht befahren werden dürfen.“

In vielen Gebieten gibt es nach Angaben der bayerischen Staatsforsten außerdem Klagen über illegal errichtete Mountainbike-Strecken mit zum Teil befestigten Sprungschanzen.

In Nürnberg habe das Ganze in der letzten Zeit Überhand genommen, sagt Forstbetreibsleiter Johannes Wurm. „Das sind Zustände, da können wir nicht länger zusehen.“ Deshalb rollten jetzt die Abrissbagger. Stattdessen wollen die Staatsforsten zusammen mit der Mountainbike-Szene ein offizielles Streckennetz erarbeiten.

Auch an anderen Orten laufen solche Projekte. Die Alpenregion Tegernsee Schliersee bringt dafür Politik, Tourismusorganisatoren, Land- und Forstwirtschaft und Freizeitsportler an einen runden Tisch. Ähnliches versucht der Deutsche Alpenverein (DAV) auch in einem Modellprojekt rund um Bad Tölz in Oberbayern und im Allgäu. „Um Einschränkungen rechtfertigen zu können, braucht es attraktive Alternativen“, sagt Nicolas Gareis von der DAV-Mountainbikesparte. (dpa/lby)