Deutschlands ältester Elefant mit 67 Jahren gestorben

Mit ihren 67 Jahren gehörte Targa auch weltweit zu den ältesten Elefanten in menschlicher Obhut. Nun ist die Elefantenkuh „für immer eingeschlafen“.

Deutschlands ältester Elefant ist im Alter von 67 Jahren im Augsburger Zoo gestorben. Das berichtete die „Augsburger Allgemeine“ am Montag unter Berufung auf Zoo-Kurator Thomas Lipp. Die Elefantenkuh Targa müsse in der Nacht zum Montag alleine friedlich für immer eingeschlafen sein, sagte Lipp. „Targa war eine Ikone unseres Zoos“, zitiert das Blatt den stellvertretenden Zoodirektor. Eine Stellungnahme des Zoos zu diesem Bericht war am Montagabend zunächst nicht mehr zu bekommen.

Mit 67 Jahren war Targa nach Angaben des Zoos in Augsburg der älteste Elefant Deutschlands. Auch weltweit gehörte das Tier demnach zu den ältesten Elefanten in menschlicher Obhut. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zoos haben laut Lipp sehr betroffen auf den Tod des prominenten Tiers reagiert. „Bei den Pflegern hat es Tränen gegeben.“

Targa war 1955 in Indien geboren worden. Im Alter von sechs Jahren kam sie nach Deutschland: erst nach Hamburg, dann nach Osnabrück. Danach lebte Targa 35 Jahre lang in Augsburg. Bis Mitte 2021 war sie in dem schwäbischen Zoo stets zusammen mit ihrer Gefährtin Burma. Dann musste Burma im Alter von 53 Jahren eingeschläfert werden.

Targa hatte dann nach Angaben ihres Pflegers noch lange nach ihrer gestorbenen Artgenossin gesucht. Sie musste schließlich allein in ihrem Gehege bleiben, obwohl der Zoo noch zwei weitere Elefanten hat. Die Verantwortlichen wollten nicht riskieren, dass es zu einem Kampf zwischen den Tieren kommt, wenn Targa mit den beiden anderen zusammengelassen wird. (dpa)