Ermittlungen wegen Totschlags: Babyleiche in Weiher

Nach dem Fund eines toten Babys in einem Weiher in Oberirsen im Westerwald hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts des Totschlags eingeleitet. „Das Verfahren richtet sich gegen eine jugendliche Person“, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Ob weiblich oder männlich – dazu machte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft keine Angaben.

Die Obduktion des kleinen Leichnams hatte laut der Behörde „keinen sicheren Aufschluss über Ursache und Zeitpunkt des Todes“ ergeben. Weitere Angaben machte die Staatsanwaltschaft nicht angesichts der „besonders schutzwürdigen Belange von Jugendlichen und zur Vermeidung von Gefährdungen der Ermittlungen“. Die Sprecherin sagte nur: „Wir sind noch ganz am Anfang.“

Ein Angler hatte das tote Baby am Montagabend in einer Tasche in dem Dorfweiher von Oberirsen im Kreis Altenkirchen entdeckt. Ortsbürgermeister Wilfried Stahl sagte, der Leichnam habe wohl schon länger im Wasser gelegen. Ob Mädchen oder Junge wisse er nicht. Laut einem Anwohner war die Tasche mit Steinen beschwert gewesen. (dpa)