Erste Spuren zu Drohbriefen an Moscheegemeinden ausgewertet

Die Polizei hat noch keine heiße Spur zu dem Verfasser der Drohbriefe an drei Moscheegemeinden in Mittelfranken. Die Spuren seien aber erst zum Teil ausgewertet, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Donnerstag in Nürnberg. „Es stehen noch weitere Ergebnisse aus.“ Weitere Schreiben in der Art habe es nicht mehr gegeben.

Die Moscheegemeinden in Dietenhofen (Landkreis Ansbach) hatte Anfang November einen Brief mit islamfeindlichen Drohungen erhalten, in dem unter anderem Vergleiche mit dem Massenmord an der jüdischen Bevölkerung während der NS-Diktatur gezogen werden. Auch an eine Moscheegemeinde in Nürnberg und im nahe gelegenen Lauf an der Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land) gingen ähnliche Schreiben.

Bereits im März hatte die Polizei eine Frau festgenommen, die Drohbriefe mit echten Patronen an die türkische Moscheegemeinde in Röthenbach an der Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land) und zwei Lokalpolitiker verschickt haben soll. (dpa/lby)