Radio Ramasuri https://www.ramasuri.de Tue, 02 Jun 2026 14:53:20 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Millionen Menschen in Geldnot – Wie wirken die Reformen? https://www.ramasuri.de/millionen-menschen-in-geldnot-wie-wirken-die-reformen-324837/ Tue, 02 Jun 2026 14:53:20 +0000 https://www.ramasuri.de/?p=324837 Viele können heute schon ihre Rechnungen für Strom, Heizung oder einen neuen Kühlschrank nicht bezahlen. Wie wirken die Reformpläne der Regierung auf die steigenden Armutsrisiken in Deutschland?

Mit mehr als 13 Millionen armutsgefährdeten Menschen erlebt Deutschland einen Höchststand. Der Paritätische Wohlfahrtsverband spricht in seinem neuen Armutsbericht von «einem traurigen Rekord». 16,1 Prozent der Bevölkerung erzielten 2025 so wenig Einkommen, dass sie statistisch als armutsgefährdet gelten.

Deshalb mahnt der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Joachim Rock, die Regierungskoalition: «Jetzt immer neue Kürzungen zu diskutieren, schürt Angst und Unsicherheit.» Welche Reformpläne geraten bei der Armutsdiskussion in den Fokus?

Zuletzt lag die «Armutsquote» in Deutschland 2020 bei 16,1 Prozent. Dann sank sie auf 14,4 Prozent 2023 und stieg ab dem Folgejahr wieder – allein von 2024 zu 2025 um 0,6 Prozentpunkte. «Wir sehen eine Gesellschaft, die sozial weiter auseinanderdriftet», mahnt Rock.

Weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens

Der Verband nennt diesen Teil der Bevölkerung armutsbetroffene Menschen oder Arme. Für die offizielle Statistik etwa des Statistischen Bundesamts, das die Zahlen bereits im Februar veröffentlicht hatte, sind es dagegen Menschen, die Gefahr laufen, arm zu werden. Es sind all jene, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben. Bei Alleinlebenden lag diese Grenze zuletzt bei netto 1.446 Euro im Monat, für Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren bei 3.036 Euro.

Armutsfalle Lebensabend?

Betroffen ist ein breiter Personenkreis – darunter 19,5 Prozent der Ab-65-Jährigen. «Der Lebensabend droht zur Armutsfalle zu werden», warnt der Wohlfahrtsverband. Die Situation Älterer sei «angespannt».

Auch andere Gruppen sind stärker betroffen: Alleinlebende (Quote der Armutsgefährdeten: 30,3 Prozent), Alleinerziehende (28,9 Prozent) oder Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss (29,1 Prozent).

70 Prozent der Betroffenen haben laut dem Armutsbericht die deutsche Staatsbürgerschaft, 30 Prozent sind Ausländerinnen oder Ausländer. Der Verbandsgeschäftsführer sagt zudem, es sei für viele vielleicht ein «überraschender Befund, dass ein Fünftel der Armen erwerbstätige Arme sind».

Höchste Quoten in Bremen und Sachsen-Anhalt

«Gleichzeitig wächst die Kluft zwischen Regionen und Bevölkerungsgruppen», sagt Rock. So gibt es in Bayern und Baden-Württemberg mit ihrer jeweils starken Wirtschaftsstruktur laut Bericht die niedrigsten Betroffenenquoten, mit 12,6 bzw. 13,2 Prozent.

Die höchsten Anteile an Betroffenen gibt es demnach in Bremen (27,5 Prozent), Sachsen-Anhalt (21,3 Prozent) sowie Hamburg (18,9 Prozent) und Berlin (18,7 Prozent). Im Westen gibt es Höchststände in Regionen wie Trier (21,4 Prozent), Weser-Ems (20,8 Prozent) und Arnsberg (19,6 Prozent), im Osten etwa in Regionen wie Chemnitz (18,2 Prozent) oder Leipzig (17,4 Prozent).

Starke Entbehrungen bei 4,6 Millionen Menschen

Millionen haben akute Finanznot. Angesichts der statistischen Unsicherheit, wer tatsächlich arm ist, richtet der Verband seinen Blick mit Hilfe weiterer Zahlen auch auf die «erheblichen materiellen Entbehrungen». Zuletzt waren 4,6 Millionen Personen in Deutschland davon betroffen – darunter etwa eine Million Kinder und Jugendliche und 650.000 Altersrentnerinnen und -rentner. Bei 6,9 Prozent der Bevölkerung reichten die Finanzen 2025 nicht, um laufende Kosten zu decken. Oft konnten die steigenden Preise für Strom und Heizung nicht bezahlt werden, oft auch kein neuer Kühlschrank oder neuer Herd.

Zahl der Superreichen wächst

Gleichzeitig gibt es mehr sogenannte Superreiche, die mehr als 100 Millionen Dollar (rund 86 Mio. Euro) besitzen. Ihre Zahl wuchs in Deutschland laut einem aktuellen Report der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) 2025 um rund 1.100 auf rund 5.000. Sie haben zusammen mehr als ein Viertel des Finanzvermögens im Land.

Wohin steuern die geplanten Reformen?

Der Bericht kommt keine vier Wochen, bevor Schwarz-Rot ein großes Reformpaket vorlegen will. Mehr Wirtschaftswachstum ist das Hauptziel. Das könnte auch das Einkommen vieler Menschen verbessern. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ruft im brandenburgischen Bad Saarow noch einmal alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, «daran konstruktiv mitzuarbeiten». Doch die Koalition steht wegen der angespannten Bundesfinanzen auch auf der Sparbremse. Der Paritätische Verband warnt zum Beispiel, geplante Einsparungen beim Wohngeld würden die Armut besonders in Regionen mit hohen Wohnkosten verschärfen. Rente und Bafög müssten gestärkt werden.

SPD gegen «zusätzliche Belastungen»

Die SPD versucht, sich als Beschützerin der Menschen mit kleinem Portemonnaie zu positionieren – Stichwort Bezahlbarkeit. «Viele Menschen ächzen unter den steigenden Preisen, egal ob es Miete ist, Lebensmittel, Mobilität, alle merken das», sagt SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf im RTL/ntv-«Frühstart». «Dann zu sagen, wir machen jetzt zusätzliche Belastungen für einen Großteil von Menschen, das ist mit uns schwer zu verhandeln.»

Beispiel Krankenversicherung: Das 16-Milliarden-Euro Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) mit Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche ist bereits in der parlamentarischen Beratung. Es enthält aber auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern. Klüssendorf sagt: «Es geht uns ganz stark darum, dass vor allen Dingen die Patientinnen und Patienten, die Versicherten, am Ende nicht die Hauptlast tragen.» Mögliche Änderungen an dem Vorhaben wolle die SPD im Bundestag prüfen. (dpa)

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Hund verletzt sich an verdächtigem Köder – Polizei ermittelt https://www.ramasuri.de/hund-verletzt-sich-an-verdaechtigem-koeder-polizei-ermittelt-324834/ Tue, 02 Jun 2026 13:39:13 +0000 https://www.ramasuri.de/?p=324834 Ein Hund hat sich in Weiden am Hammerweg offenbar an einem verdächtigen Köder verletzt. Wie die Polizei mitteilt, meldete sich am Montag (1. Juni) eine besorgte Hundehalterin bei den Beamten. Ihr Hund hatte etwas gefressen und dabei Schnittwunden im Maul erlitten.

Ob es sich um einen versehentlich verlorenen Gegenstand oder um einen gezielt präparierten Köder handelt, ist derzeit noch unklar. Die Polizeiinspektion Weiden stellte den Köder sicher und leitete Ermittlungen ein.

Gegenstand der Untersuchungen ist ein möglicher Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Die Polizei versucht nun zu klären, wie der Gegenstand an den Fundort gelangte und ob eine vorsätzliche Gefährdung von Tieren vorliegt.

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Nach Messerattacke: Polizei findet Leiche und Fluchtwagen https://www.ramasuri.de/nach-messerattacke-polizei-findet-leiche-und-fluchtwagen-324831/ Tue, 02 Jun 2026 13:16:24 +0000 https://www.ramasuri.de/?p=324831 Nach dem Messerangriff auf eine Frau in Pemfling entdecken Spaziergänger einen toten Mann im Wald. Könnte es die Leiche des Verdächtigen sein?

Wenige Tage nach einem Messerangriff auf eine Frau in der Oberpfalz haben Spaziergänger in einem Waldstück im Landkreis Schwandorf eine Leiche entdeckt. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass es sich dabei um den 52 Jahre alten Lebensgefährten der Frau handeln könnte.

Er soll Ende Mai in Pemfling (Lkr. Cham) seine 12 Jahre jüngere Freundin mit einem Küchenmesser lebensgefährlich verletzt haben und dann in einem grauen Kombi mit Chamer Kennzeichen geflüchtet sein. Ebendieses Auto fand ein Jäger nach Polizeiangaben in der Nähe des Fundorts der Leiche. Die Identität sowie die Todesursache soll nun eine Obduktion klären.

Die verletzte Frau musste nach dem Angriff per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Dieses konnte sie aber mittlerweile verlassen. (dpa/lby/rr)

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Tschechien startet Probebohrungen für Atommüll-Endlager https://www.ramasuri.de/tschechien-startet-probebohrungen-fuer-atommuell-endlager-324822/ Tue, 02 Jun 2026 11:09:33 +0000 https://www.ramasuri.de/?p=324822 Bohrungen bei Temelin: Wie sicher ist ein Atommülllager so nah an der bayerischen Grenze? Die endgültige Standort-Entscheidung soll spätestens im Jahr 2030 fallen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Ort für ein künftiges Atommüllendlager haben in Tschechien erste Probebohrungen begonnen. Die Untersuchungen starteten am «Janoch» genannten Standort bei der Gemeinde Temelin, rund 60 Kilometer von der Grenze zu Bayern entfernt. Dort soll rund 100 Meter tief in den Boden gebohrt werden, was rund zwei Wochen in Anspruch nehmen dürfte. Das teilte die Endlagerbehörde SURAO mit.

Blick unter die Erde

Die Untersuchungen sollen unter anderem Aufschluss über die Grundwasserverteilung und die Bodenbeschaffenheit geben. SURAO-Direktor Lukas Vondrovic sprach von einem «wichtigen Meilenstein»: «Erstmals schauen wir mit Hilfe von Bohrungen direkt unter die Erde und präzisieren unsere Erkenntnisse, die wir von der Oberfläche aus gewonnen haben», sagte der Geologe.

In Temelin befindet sich auch eines der beiden Atomkraftwerke Tschechiens. Für das geplante Endlager sind drei weitere Standorte in der engeren Auswahl: Brezovy potok in den Ausläufern des Böhmerwalds, Horka bei der Gemeinde Budisov und Hradek im Bezirk Jihlava. Auch dort sind jeweils Bohrungen bis in eine Tiefe von 100 Metern geplant.

Entscheidung in wenigen Jahren

An die betroffenen Gemeinden werden jährlich insgesamt rund vier Millionen Euro als Entschädigung verteilt. Die Kommunen sind wegen des Auswahlverfahrens vor Gericht gezogen – bisher aber vergeblich. Die endgültige Entscheidung für einen der Standorte soll im Jahr 2030 erfolgen. In dem geplanten Endlager sollen hoch radioaktive Abfälle tief unter der Erde aufbewahrt werden.

Tschechien setzt anders als Deutschland weiter auf die Kernenergie. Der Anteil der Atomkraft an der Stromproduktion lag im vorigen Jahr bei mehr als 40 Prozent. Der südkoreanische Konzern KHNP erhielt den Zuschlag, am Standort Dukovany künftig für umgerechnet mehr als 16 Milliarden Euro zwei neue Reaktorblöcke zu bauen. Die Inbetriebnahme ist ab 2036 geplant. (dpa)

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Wenn die Hautfarbe in der Eisdiele zum Problem wird https://www.ramasuri.de/wenn-die-hautfarbe-in-der-eisdiele-zum-problem-wird-324813/ Tue, 02 Jun 2026 11:05:16 +0000 https://www.ramasuri.de/?p=324813 13.000 Mal beriet die Antidiskriminierungsstelle des Bundes 2025 Menschen, die sich im Alltag benachteiligt, gedemütigt oder zurückgesetzt sahen. Es waren so viele Fälle wie noch nie.

Ein elfjähriges Mädchen kauft sich ein Eis, doch die Verkäuferin will ihr das Wechselgeld nicht geben. «Menschen wie dir traue ich nicht», sagt die Frau. Das Kind hat eine dunkle Hautfarbe. Das Geld reicht die Eisverkäuferin lieber der Freundin des Mädchens.

Es ist einer von 13.067 Fällen, die die Antidiskriminierungsstelle des Bundes im vergangenen Jahr registrierte – 15 Prozent mehr als 2024 und so viele wie nie zuvor. Der Anstieg kann auch daran liegen, dass mehr Menschen Expertenrat suchen, wenn sie sich wegen Hautfarbe, Religion, Behinderung, Geschlecht, Alter oder anderen Merkmalen benachteiligt sehen.

Doch für die unabhängige Antidiskriminierungsbeauftragte Ferda Ataman zeigt gerade das eine «besorgniserregende Entwicklung». Diskriminierung werde heftiger erlebt, weil sie offener als noch vor wenigen Jahren geäußert werde, sagte Ataman bei der Vorstellung ihres Jahresberichts 2025. Der Leidensdruck sei größer geworden.

43 Prozent der Anfragen betreffen Rassismus

Anfragen wegen rassistischer oder antisemitischer Diskriminierung haben den größten Anteil in der Statistik: 4.571 oder 43 Prozent aller Fälle fielen in diese Kategorie. In Atamans Jahresbericht ist es diesmal der Schwerpunkt. Seit 2021 hätten sich die Zahlen hier mehr als verdoppelt.

Ein weiteres Beispiel im Bericht: Ein Herr kauft sich im Laden einer großen Bekleidungskette ein Hemd, doch der Ladendetektiv stoppt ihn. Obwohl die Kassiererin den Kauf bestätigt, wird der Kunde durchsucht. Er sieht asiatisch aus – und sieht den Grund der falschen Verdächtigung in einer rassistischen Zuschreibung.

Nachteile für Menschen mit Behinderungen

Ataman stellte klar, dass Diskriminierung nicht nur Randgruppen treffe. «Jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens Benachteiligung erfahren», sagte sie. «Dafür reicht es manchmal schon, zu jung zu sein oder zu alt, schwanger zu werden oder eine chronische Krankheit zu bekommen.»

Von allen Anfragen bezogen sich 27 Prozent – 3.015 Fälle – auf Benachteiligung wegen einer Behinderung oder einer chronischen Krankheit. 2.407 Menschen sahen sich wegen des Geschlechts benachteiligt, etwa 22 Prozent der Fälle. Altersdiskriminierung spielte in 1.261 Anfragen eine Rolle, Religion in 733 und sexuelle Identität in 386. Bisweilen kommen mehrere Punkte zusammen, so etwa bei muslimischen Frauen, die Kopftuch tragen.

Geht es um Situationen, in denen Diskriminierung erlebt wird, liegt das Arbeitsumfeld an Nummer eins (3.600 Anfragen), zum Beispiel wegen diskriminierender Stellenausschreibungen oder Absagen. Zweite große Gruppe sind Benachteiligungen beim «Zugang zu Gütern und Dienstleistungen», also etwa das Einkaufen oder die Wohnungssuche.

«Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich»

Das alles ist in Deutschland verfassungsrechtlich verboten. «Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich», heißt es in Artikel 3 des Grundgesetzes. «Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.»

Das sogenannte Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz AGG von 2006 soll helfen, das praktisch durchzusetzen. Demnach kann man bei Diskriminierung in bestimmten Fällen zivilrechtlich auf Entschädigung klagen. Die Beratung bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes soll eine rechtliche Ersteinschätzung geben und Handlungswege aufzeigen.

In der Praxis warten aber viele Hürden, wie Eva Andrades vom Antidiskriminierungsverband erläuterte. Die Menschen hätten nur zwei Monate Zeit, ihre Ansprüche geltend zu machen. Klagende müssten selbst Nachweise führen und etwa Zeugen suchen. Dabei sei es offen, ob ein Gericht das anerkenne. Als Entschädigung gebe es am Ende oft nur 500 bis 1.000 Euro. «Das Problem ist das Rechtssystem, das die Verantwortung fast vollständig auf die Betroffenen verlagert», sagte die Verbandsvertreterin.

Staatliche Stellen außen vor

Wie Andrades forderte auch Ataman eine umfassende Reform des AGG: eine Fristverlängerung auf mindestens zwölf Monate; das Recht für Verbände, Klagen stellvertretend für viele zu führen; ein Schutz vor KI-gestützten Formen der Diskriminierung wie die Vorauswahl von Bewerbungsunterlagen. Besonders wichtig ist Ataman die Einbeziehung von Diskriminierung durch staatliche Stellen. Letzteres mache ein Viertel der Beratungsanfragen aus, doch seien solche Fälle vom AGG nicht abgedeckt, sagte Ataman.

Anfang Mai hatte das Bundeskabinett eine AGG-Reform auf den Weg gebracht, die unter anderem eine Fristverlängerung vorsieht: Künftig soll man vier statt zwei Monate Zeit haben, um Ansprüche geltend zu machen. Ataman hält dies für zu kurz und die Novelle für unzureichend. Sie appellierte an den Bundestag, sie nachzuschärfen. Sorge vor einer Belastung von Unternehmen wies sie zurück. «Das AGG hat der Wirtschaft noch nie geschadet», sagte Ataman.

Auch die Türkische Gemeinde in Deutschland drang auf eine umfassendere Reform des AGG statt nur «kosmetischer Verbesserungen». Der Deutsche Caritasverband forderte auch in der Gesellschaft eine aktive Gegenwehr: «Populistisch aufgeheizte Debatten bergen das Potenzial neu entfachter und zunehmender Diskriminierungen – oft auf dem Rücken der Schwächsten.» (dpa)

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Radio Ramasuri & Radio Galaxy suchen Volos https://www.ramasuri.de/radio-ramasuri-radio-galaxy-suchen-volos-324804/ Tue, 02 Jun 2026 10:56:47 +0000 https://www.ramasuri.de/?p=324804

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Straßenbahn in Berlin entgleist – 20 Verletzte https://www.ramasuri.de/strassenbahn-in-berlin-entgleist-20-verletzte-324795/ Tue, 02 Jun 2026 10:48:47 +0000 https://www.ramasuri.de/?p=324795 Eine Tram im Osten Berlins verunglückt. Die Bahn entgleist. Es gibt mehrere Verletzte. Was bekannt ist. Bei einem Straßenbahnunfall in Berlin sind laut Feuerwehr 20 Menschen verletzt worden, 3 davon schwer. Sie werden in Krankenhäuser gebracht, wie ein Sprecher sagte. Auch einige der 17 leicht verletzten Fahrgäste sollen in Kliniken weiter behandelt werden. Nach Angaben der Feuerwehr ist ein Teil der Straßenbahn im Stadtbezirk Lichtenberg in einer Kurve vermutlich gegen einen Mast der Oberleitung gefahren. Dabei wurde die Seite rechts aufgerissen, wie der Sprecher sagte. Der letzte Wagen der Bahn sei dann aus dem Gleis gesprungen. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit knapp 60 Kräften vor Ort. Laut «B.Z» waren die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit einem Notfall-Manager an der Unfallstelle, um den Strom abzustellen. Die Bergung der Bahn wird voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Tramlinien M5 und M17 seien unterbrochen. Es solle ein Ersatzverkehr eingerichtet werden. (dpa)]]> Zug entgleist in Neumarkt: Hoher Schaden https://www.ramasuri.de/zug-entgleist-in-neumarkt-hoher-schaden-324792/ Tue, 02 Jun 2026 10:27:17 +0000 https://www.ramasuri.de/?p=324792 In der Nacht auf Dienstag ist im Bereich des Bahnhofs Neumarkt ein Triebfahrzeug mit einem Waggon entgleist. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Allerdings entstand nach ersten Schätzungen ein Sachschaden von mehr als 100.000 Euro. Teile des Zuges blockierten zeitweise einen Bahnübergang an der Ingolstädter Straße, weshalb die Straße gesperrt werden musste. Außerdem wurden die Gleise auf einer Länge von bis zu 50 Metern beschädigt. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.]]> Ein El Niño steht an – was das für die Welt bedeutet https://www.ramasuri.de/ein-el-nino-steht-an-was-das-fuer-die-welt-bedeutet-324774/ Tue, 02 Jun 2026 09:27:21 +0000 https://www.ramasuri.de/?p=324774 El Niño könnte 2027 zum heißesten Jahr aller Zeiten machen. Was das für Preise im Supermarkt und unser Wetter in Europa bedeuten kann – und worüber Experten noch rätseln. Die Welt muss sich verstärkt für Extremwetter wappnen. Das Klimaphänomen El Niño steht nach Angaben der Weltwetterorganisation WMO) vor der Tür, und vorherige Episoden zeigen, was das je nach Weltregion bedeuten kann: verheerende Dürren und Überschwemmungen sowie eine globale Durchschnittstemperatur, die den Rekord von 2024 brechen könnte. Während extreme Wetterlagen nach Beginn eines El Niño um den Jahreswechsel ihren Höhepunkt erreichen, ist der Einfluss auf die globale Durchschnittstemperatur, die jeweils Messungen eines ganzen Jahres umfasst, vor allem im Folgejahr zu spüren, in diesem Fall also 2027.
Was kommt auf uns zu?
Dass El Niño kommt und das Wetter mindestens bis Ende des Jahres beeinflusst, steht mit hoher Wahrscheinlichkeit fest. Wie stark die Auswirkungen sein werden, ist schwer zu sagen. In Medien und Teilen der Forschungsgemeinschaft wird über einen Super-El-Niño spekuliert, ein besonders starkes Ereignis. Das letzte, 2023/24, gehörte zu den fünf stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen 1950. Wie stehen die Chancen? 50 zu 50, sagt Klimaforscher Mojib Latif vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. «Es kann sein, kann aber auch nicht sein.»
Welche Auswirkungen gibt es für Mitteleuropa?
Eher wenige, sagt Daniela Domeisen von der ETH Zürich. «Das erklärt sich vor allem daraus, dass Europa nun mal sehr weit weg liegt vom tropischen Pazifik, und bis das Signal zu uns gelangt, wird es von vielen anderen atmosphärischen und ozeanischen Einflüssen gestört.» Wenn überhaupt, sei eher mit kälterem und nasserem Wetter als üblich zu rechnen. Armin Bunde, Emeritus von der Universität Gießen, der selbst El Niños berechnet hat, verweist auf indirekte Auswirkungen: «So können schlechte Ernten im Pazifikraum zu höheren Preisen für Zucker, Kaffee und Kakao führen», sagt er.
Wovon hängt die Entwicklung eines Super-El-Niños ab?
Entscheidend für die Entwicklung und die Stärke seien Windschwankungen, die schwer vorherzusagen seien, erklärt Latif. Grundsätzlich ziehen bei dem Klimaphänomen in Äquatornähe im Pazifik warmes Wasser und Wolken an die sonst trockene Küste Südamerikas. Dies kann – oft in Südamerika und in der Folge auch in einigen Staaten Ostafrikas – für verheerende Überschwemmungen sorgen. In Südostasien, Ostaustralien und bis nach Südostafrika häufen sich dagegen Dürren und Waldbrände. Zwischen den El-Niño-Episoden zeigt sich ein Wetterphänomen mit genau umgekehrten Vorzeichen. Es wird La Niña genannt.
Macht der Klimawandel El Niños stärker?
Dazu gibt es bislang keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, betont die WMO. El Niños dauern meist neun bis zwölf Monate, erreichen den Höhepunkt zwischen November und Februar und passieren alle zwei bis sieben Jahre. Seit dem letzten (2023/24) sind erst zwei Jahre vergangen, der Abstand zum El Niño davor waren sieben Jahre (2015/16). Das Phänomen kann aber die Folgen des Klimawandels verstärken. Bei einem El Niño sind der tropische Pazifische Ozean und die Atmosphäre wärmer, und dies kann mehr Energie und Feuchtigkeit für extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen und Starkregen bedeuten, so die WMO.
Wird das bislang heißeste Jahr 2024 übertroffen?
Die Wahrscheinlichkeit, dass eines der Jahre 2026 bis 2030 eine noch höhere globale Durchschnittstemperatur aufweist als 2024, liegt nach einem aktuellen WMO-Bericht bei 86 Prozent. Wegen des El Niño könne dies schon 2027 der Fall sein. 2024 lag der Wert rund 1,55 Grad über dem vorindustriellen Niveau (1850-1900). Im 2015 in Paris verabschiedeten Weltklimavertrag haben Länder zugesagt, den menschengemachten Temperaturanstieg durch eine Minderung beim Treibhausgasausstoß begrenzen zu wollen. Damit sollen die schlimmsten Folgen des Klimawandels abgewendet werden. Die globale Durchschnittstemperatur soll möglichst nicht mehr als 1,5 Grad über vorindustriellem Niveau liegen. Das Klimaziel gilt nach bisher verbreitet verwendeter Definition als gerissen, wenn die Durchschnittstemperatur in einem Mittel von 20 Jahren darüber liegt.
Wie können Länder sich auf El-Niño-Auswirkungen vorbereiten?
Die WMO empfiehlt, dass Regierungen und humanitäre Organisationen sich auf Folgen für klimasensible Sektoren wie Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Energie- und Wasserwirtschaft einstellen. Sie sollten Pläne für die Nahrungsmittelsicherheit und die Belastung des Gesundheitswesens ausarbeiten. «Frühzeitige saisonale Vorhersagen und Frühwarnungen sind entscheidend, um Leben zu retten und die Auswirkungen auf unsere Wirtschaft und unsere Gemeinden abzufedern», so WMO-Chefin Celeste Saulo. (dpa)]]>
Nino de Angelo träumt immer noch von Pferdehof in Italien https://www.ramasuri.de/nino-de-angelo-traeumt-immer-noch-von-pferdehof-in-italien-324765/ Tue, 02 Jun 2026 08:54:16 +0000 https://www.ramasuri.de/?p=324765 Seine Eltern stammen aus Italien. Auch den Schlagerstar zieht es dorthin. Für die Zukunft mit seiner Lebensgefährtin hat er bereits konkrete Pläne. Schlagersänger Nino de Angelo («Jenseits von Eden») träumt weiterhin von einem Pferdehof in Italien. «Wir wollen in absehbarer Zeit unseren Reiterhof hier verkaufen und uns mit Pferden, Hunden, Katzen und allem, was dazugehört, in Italien niederlassen», sagte der 62-Jährige, der zuletzt im Allgäu lebte, in einem Interview mit dem Nachrichtenportal «t-online». Von seinen Umzugsplänen mit seiner Lebensgefährtin hatte de Angelo bereits im vergangenen Herbst berichtet. Nun sagte er: «In Umbrien haben wir bereits etwas gefunden: einen kleinen, alten Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert auf etwa vier Hektar Land mit saftigen Wiesen für die Pferde.»
Keine Hochzeit geplant
Es sei aber nicht geplant, seine Lebensgefährtin in Italien zu heiraten. «Ich möchte in meinem Leben keine fünfte Scheidung mehr erleben», sagte er «t-online». «Wir lieben uns auch ohne Trauschein.» Nach Italien ziehe ihn das Lebensgefühl, das gute Essen und die Menschen. «In Italien kennt mich zwar niemand, aber trotzdem lächeln dich die Leute an, sind freundlich und kommen sofort mit dir ins Gespräch.» Besonders liebe er das Dörfchen in Apulien, in dem seine Eltern gelebt hätten. Noch heute wohne der Großteil seiner Verwandten in der Gegend.
Keine Schulden mehr
Auch von seinen Schulden erzählte de Angelo. Die sei er inzwischen los, berichtete er. «Ich bin gerade aus meiner Insolvenz heraus. Ich musste eine Million Euro verdienen, um meine Schulden abzubezahlen.» (dpa)]]>