Gedenken in Flossenbürg – Erinnerungsstein für homosexuelle Opfer

Eine neue Steinstele in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg soll an die homosexuellen NS-Opfer erinnern. Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) weihte am Mittwoch gemeinsam mit Karl Freller, dem Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, den Gedenkstein ein. Geschaffen hat ihn der Bildhauer und Vorsitzende des Christopher Street Day (CSD) Nürnberg, Bastian Breuwer.

Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus legte Aigner auch einen Kranz nieder. Der Bayerische Landtag und die Stiftung Bayerische Gedenkstätten erinnerten an die Menschen, die in dem Konzentrationslager in der Oberpfalz gequält und getötet wurden. Im Mittelpunkt standen bei dem Gedenkakt in diesem Jahr jene Frauen und Männer, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verfolgt wurden.

Die Erinnerung an die dunkelsten Jahre deutscher Geschichte sei zugleich eine Mahnung, sagte Aigner. Es habe sich gezeigt, in welch ein Trümmerfeld eine Staatsordnung ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor der Würde des Menschen führen könne. Wer heute Corona-Maßnahmen mit NS-Verfolgung gleichsetze, habe jegliches Maß verloren, so die Landtagspräsidentin. (dpa/lby)