Glätteunfälle: Schnee geht in Regen über

Schnee und Glätte sorgen weiterhin für Verkehrsunfälle in Bayern. Ab Mittwoch werde es im Freistaat, abgesehen von Gebirgsregionen, eher regnen als schneien, sagt der Deutsche Wetterdienst voraus. Je nach Temperatur könne es auf den Straßen rutschig bleiben.

Bei Schnee und Glätte hat es in Bayern zahlreiche Unfälle gegeben. Im oberfränkischen Selb (Landkreis Wunsiedel) wurden mehrere Menschen verletzt. Eine Frau geriet am Montag Polizeiangaben zufolge durch Schneeglätte ins Schleudern und rutschte in den Gegenverkehr. Dort prallte der Wagen gegen ein entgegenkommendes Auto. Die 44-Jährige wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen. Ein Mensch in dem anderen Fahrzeug wurde schwer verletzt. Drei weitere Insassen erlitten leichte Verletzungen.

Auch andernorts meldete die Polizei am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag Unfälle aufgrund der Witterungsbedingungen. Meist blieb es jedoch beim Sachschaden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet im Verlauf des Dienstags in vielen Regionen Bayerns einen bis fünf Zentimeter Neuschnee, in Gebirgslagen auch mehr. Im Allgäu und dem Bayerischen Wald könnten örtlich bis zu 30 Zentimeter Schnee fallen, teilte der DWD am Dienstagvormittag in München mit.

Außerdem warnen die Experten vor Sturmböen bis 100 Stundenkilometer in den Mittelgebirgen und im Alpenvorland. Auf den höchsten Gipfeln der Alpen und des Bayerischen Waldes seien Orkanböen um 120 Stundenkilometer möglich. Besonders in den östlichen Mittelgebirgen und dem Alpenvorland warnt der DWD vor Schneeverwehungen.

Am Mittwoch und Donnerstag werde es in den meisten Teilen Bayerns eher regnen als schneien, sagen die Meteorologen voraus. Nur in Gebirgslagen rechnen sie mit Schneeschauern. Bei Temperaturen unterhalb von null Grad könne es auch zu Glätte durch überfrierende Nässe kommen. (dpa/lby)