Grötsch wünscht sich Greiner als Generalsekretärin für SPD

Im Falle seiner Wahl zum neuen Chef der bayerischen SPD will Uli Grötsch die gebürtige Oberfränkin Ramona Greiner zu seiner Generalsekretärin machen. „Digitalisierung wird für die Parteiarbeit und Gesellschaft die Aufgabe für das 21. Jahrhundert Sein. Mit Ramona Greiner habe ich eine Person gefunden, die dieses digitale Leben lebt und neben aller Unverzichtbarkeit des persönlichen Kontakts die SPD auch zu einer digitalen Partei machen wird“, sagte Grötsch am Dienstag in München.

Nach der Ankündigung von Landeschefin Natascha Kohnen im kommenden Frühjahr nicht mehr für den Posten des Landesvorsitzes kandidieren zu wollen, hatte der amtierende Generalsekretär und Bundestagsabgeordnete Grötsch als erster Bewerber seine Ambitionen auf das Amt kundgetan. Dabei erklärte er auch, dass er die in der Partei durchaus von vielen gewünschte Doppelspitze nicht favorisiere.

„Für mich ist klar, dass ich als Vorsitzender und Ramona Greiner immer auf Augenhöhe zusammenarbeiten werden. Ich werde mich um die Außenwirkung kümmern, während ich bei Ramona Greiner die Innenentwicklung der Partei in besten Händen weiß“, sagte Grötsch.

Greiner hat derzeit kein politisches Mandat und ist auch erst seit 2012 Mitglied in der Partei. Die promovierte Kunsthistorikerin lebt im Landkreis München und ist hier auch Vize-Kreisvorsitzende. „Wir müssen online und offline an unserer Wahrnehmbarkeit arbeiten“, sagte Greiner, die am 12. Dezember 34 Jahre alt wird. Dass sie derzeit kein Mandat habe, sehe sie als Vorteil: „Es geht mir nicht darum, für meine eigenen Mehrheiten zu kämpfen, sondern diese Partei wieder kraftvoll nach vorne zu bringen.“ (dpa/lby)