Internationaler Klimastreik in Bayern

Die Bewegung Fridays for Future hat für Freitag zum internationalen Klimastreik aufgerufen. Wie wird in der Corona-Krise in bayerischen Städten demonstriert?

Zum internationalen Klimastreik von Fridays for Future gehen am Freitag auch in Bayern Demonstranten auf die Straßen. Knapp 3500 Teilnehmer könnten laut Polizei in Regensburg zusammenkommen. Angemeldet wurden nämlich 23 einzelne Menschenketten. Ab 17.30 Uhr sollen sie sich durch das Donaugelände ziehen. „Wir werden alle zwei Meter am Boden mit Kreide markieren, wo ein Platz frei ist“, sagte Sophia Weigert von Fridays for Future Regensburg. Zusätzlich müssen die Teilnehmer wie bei allen Demos im Freistaat einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Auch in der bayerischen Landeshauptstadt ist Kreativität gefragt. Wegen der hohen Infektionszahlen in München hat die dortige Ortsgruppe den Streik auf der Theresienwiese abgesagt. Eigentlich sollten sich hier am Freitagmittag 1000 Demonstranten versammeln. „Das wollen wir nicht verantworten“, sagte Lukas Maggioni von Fridays for Future München. Als Alternativprogramm sollen sich nun maximal 500 Personen treffen, die sich vorab online angemeldet haben.

In Augsburg hingegen setzt man auf Sport: Um 17.00 Uhr soll hier ein Fahrradzug mit 300 Teilnehmern durch die Stadt starten. „Und es werden Bilder zur Thematik mit Kreide auf den Boden gemalt, um auch ein bisschen länger darauf aufmerksam zu machen“, sagte Sarah Bauer von der Ortsgruppe Augsburg. Lange werden die wahrscheinlich nicht halten – der Deutsche Wetterdienst sagt für Freitag Regen voraus.

In Nürnberg wollen die 1000 angemeldeten Demonstranten ab 12.30 Uhr lieber zu Fuß durch die Straßen ziehen. Und das sogar mit mehr Abstand als vorgeschrieben: „Wir in Nürnberg sagen, dass wir drei Meter Abstand mindestens zwischen den Leuten haben wollen“, sagte Fabia Klein von der Ortsgruppe Nürnberg. Das bedeutet laut Polizei aber auch Behinderungen im Stadtverkehr. (dpa/lby)