Jahn Regensburg selbstkritisch nach 2:1: Keine «Spitzenmannschaft»

Nächster Liga-Sieg für den Jahn. Die Regensburger schlagen Sandhausen und verschaffen sich ein Polster in der 2. Liga. Um mit den Top-Teams mitzuhalten, müssen einige Baustellen beseitigt werden.

Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic ballte die Fäuste ließ sich nach dem Erfolg über Lieblingsgegner Sandhausen an der Seitenlinie ausgiebig feiern. Nach einem zwischenzeitlichen Durchhänger in der 2. Fußball-Bundesliga findet der SSV Jahn Regensburg langsam wieder zu alter Stärke. Das 2:1 (1:1) am Samstag vor 8123 Zuschauern ordnete Mittelfeldspieler Max Thalhammer nur wenige Tage nach dem enttäuschenden Pokal-Aus als «klassischen Arbeitssieg» ein. 

Der Jahn startete furios in die Partie und ging nach einem Eigentor der Gäste bereits nach 40 Sekunden in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Alexander Esswein (12.) sorgte Andreas Albers (70.) schließlich für den dritten Liga-Sieg gegen Sandhausen in Serie. Während die Gäste einen Befreiungsschlag im Tabellenkeller verpassten, festigte das Team von Selimbegovic seine Position im Mittelfeld.

«Wir haben einen guten Kampf geliefert. Wir waren die zweite Halbzeit sehr stabil und haben defensiv nichts mehr zugelassen», beschrieb Thalhammer das intensive Spiel. Es sei wichtig gewesen, sich vor den kommenden Aufgaben gegen Rostock und den Hamburger SV «ein kleines Polster» erarbeitet zu haben.

Der 25-Jährige beklagte trotz des verdienten Sieges die Formschwankungen, die sich durch die Regensburger Saison ziehen. So gab es nach dem souveränen 3:0 in der Liga über Kaiserslautern die Klatsche im Pokal gegen Düsseldorf – jetzt wieder ein Sieg. «Die Ergebnisse sind komisch», sagte Thalhammer. Erklären könne er sich das unübliche Auf und Ab nicht. «Wir wollen jetzt einfach Konstanz reinbringen. Wenn du eine Spitzenmannschaft in der 2. Liga sein willst, dann musst du das abstellen», forderte der Mittelfeldspieler.

Gute Standards könnten auf diesem Weg helfen. Doch wie schon zuletzt strahlten die Regensburger auch gegen Sandhausen bei Freistößen oder nach Ecken kaum Torgefahr aus. «Wir haben eigentlich das Personal und die Qualität dazu, aber im Spiel klappt es irgendwie nicht.»