Jahn Regensburg wieder bestraft: 0:2 gegen SV Darmstadt

Jahn Regensburg drückt – der SV Darmstadt trifft. Der nächste Tiefschlag für die Oberpfälzer. Sie schleppen sich förmlich in die Winterpause. Die Bilanz des Jahn ist dennoch bemerkenswert.

Vor der Winterpause ist dem SSV Jahn Regensburg die Luft ausgegangen. Die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic kassierte zum Jahresabschluss beim 0:2 (0:0) am Sonntag gegen den SV Darmstadt 98 ihre fünfte Niederlage im sechsten Spiel. Der Jahn wachte erst nach dem Seitenwechsel auf, wurde von den Hessen aber eiskalt bestraft und unterlag zum dritten Mal nacheinander.

Mit 28 Punkten bleiben die Oberpfälzer, die dennoch eine starke Serie vor der kurzen Verschnaufpause hinlegten, aber an Relegationsplatz drei dran. „Ich würde am Liebsten morgen nochmal spielen“, sagte Selimbegovic. „Es ist immer schlimm, wenn du mit so einer Niederlage in die Pause gehst. Wir dürfen uns aber nicht zu schlecht reden, wir können stolz auf die Hinrunde sein.“ Die Pause komme der Mannschaft nun jedoch auch irgendwie „gelegen“.

Emir Karic (70.) traf mitten in der Regensburger Druckphase und hätte elf Minuten später fast noch erhöht. Das gelang dann Tobias Kempe (90.+3) unmittelbar vor dem Abpfiff sehenswert.

„Wir sind gnadenlos bestraft worden, weil wir so fahrlässig in der ersten Halbzeit gespielt haben“, urteilte Selimbegovic nach dem passiven Auftritt seines Teams in den ersten 45 Minuten. „Wir waren nicht auf dem Level, das darf uns nicht passieren.“

Ihre erste Chance hatten die Darmstädter durch den gefährlichen Tim Skarke nach nicht einmal 30 Sekunden. Sein Rechtsschuss klatschte gegen den Pfosten. In der 21. Minute war der viel beschäftigte Jahn-Torwart Alex Meyer beim nächsten Fernschuss Skarkes auf dem Posten. Gegen schnörkellose Gäste konnten die Regensburger erst durch Andreas Albers‘ (34.) Schuss von der Strafraumgrenze Keeper Marcel Schuhen ein bisschen beschäftigen – mehr boten sie offensiv nicht.

„Wir haben die erste Halbzeit verschlafen, versucht körperlos zu spielen, die Bälle nicht festgemacht“, kritisierte Selimbegovic. „Irgendwie haben wir es zur Halbzeit geschafft, die Null zu halten. Das war das einzig Positive.“

Der Jahn kam verwandelt und mit Dampf aus der Kabine. Max Besuschkow (57.) scheiterte volley nach einer Ecke. Der plötzlich freistehende Sarpreet Singh (68.) hätte aus elf Metern treffen müssen. Darmstadts Treffer fiel überraschend: Phillip Tietz nahm dem unaufmerksamen Jan Elvedi den Ball ab und legte zurück auf Karic, der mit der linken Innenseite präzise und flach einschob.

Der Rückstand versetzte den Regensburgern einen Knacks. Mehr als ein Kopfball von Max Besuschkow (86.) war nicht mehr drin. Kempe bestrafte die Hausherren unbedrängt ein weiteres Mal. „Vielleicht tut es dem einen oder anderen gut, wenn er nicht ständig gelobt wird“, mutmaßte Selimbegovic nach der dennoch starken Hinserie. (dpa/lby)