Kind bei Schulbusunfall im Erzgebirge getötet

Ein Schulbus kollidiert mit einem Streufahrzeug und kracht gegen einen Baum – ein Schüler stirbt und es gibt viele Verletzte. Das Wetter könnte zur Unfallursache beigetragen haben.

Bei einem Unfall mit einem Schulbus im Erzgebirge ist am Dienstagmorgen ein Kind getötet worden. Es handelt sich bei dem Opfer um einen Schüler, wie die Polizei mitteilte. Zudem seien zwei Erwachsene, darunter der Busfahrer, schwer verletzt worden. Mindestens zehn weitere Schulkinder wurden verletzt und vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Das Alter des getöteten Jungen und der Verletzten teilte die Polizei nicht mit.

Der Bus war in Sehmatal seitlich mit einem Fahrzeug des Winterdienstes zusammengestoßen, wie ein Polizeisprecher sagte. Anschließend prallte der Bus frontal gegen einen Baum. Der Aufprall war derart heftig, dass das Fahrzeug auf den vorderen zwei Metern komplett zerstört wurde.

Noch ist die Unfallursache nicht geklärt. Nach erster Einschätzung der Polizei war es zum Unfallzeitpunkt auf der Straße glatt. Der Unfalldienst ist vor Ort und ermittelt, wie ein Polizeisprecher sagte.

Am Dienstagmorgen hat Regen zu Glatteis auf zahlreichen Straßen in den Hochlagen in Sachsen geführt. „Die Niederschläge wurden am Morgen durch eine warme Luftschicht in etwa 1500 Metern von Schnee in Regen umgewandelt“, erläuterte Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst auf Anfrage. Fällt der Regen dann auf geräumte, freiliegende Straßen, die vor allem in den Hochlagen eine Temperatur unter null Grad haben, wird es extrem glatt. (dpa)