Knapp 15 Millionen Euro für Inklusionsbetriebe in Bayern

In den mehr als 100 Inklusionsbetrieben im Freistaat arbeiten rund 1900 Menschen mit Behinderung. Die Betriebe bekommen deshalb staatliche Unterstützung.

Inklusionsbetriebe in Bayern haben im vergangenen Jahr 14,8 Millionen Euro staatliche Förderung bekommen. Das teilte das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) in Bayreuth mit. In Inklusionsbetrieben arbeiten behinderte Menschen mit anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zusammen.

Die rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Unternehmen müssen mindestens 30 Prozent schwerbehinderte Menschen beschäftigen, um sich Inklusionsbetrieb nennen zu können. In den bayerischen Unternehmen sind rund 3900 Menschen tätig, davon 1900 Beschäftigte mit einer Behinderung. Nach Angaben des Sozialministeriums handelt es sich meist um kleinere oder mittelständische Betriebe quer durch viele Branchen. 2019 flossen 16,2 Millionen Euro an die Betriebe, 2020 17,3 Millionen Euro.

Arbeitgeber können vom ZBFS-Inklusionsamt Geld für den Aufbau oder die Erweiterung ihres Betriebs bekommen, aber auch zur Modernisierung oder Umgestaltung ihres Unternehmens. „Das beginnt bei der betriebswirtschaftlichen Beratung ihres Vorhabens und geht bis zur Förderung von Investitionskosten“, sagte Walter Oertel, der Leiter des Inklusionsamtes. „Gleichzeitig leisten wir aber auch finanzielle Unterstützung der Personalkosten und können so die Beschäftigungsverhältnisse von Menschen mit Behinderung dauerhaft sichern.“ (dpa/lby)