Korruptionsprozess: Zwei Unternehmer weisen Vorwürfe zurück

Zwei der drei im Regensburger Korruptionsprozess mitangeklagten Bauunternehmer haben die gegen sie erhobenen Vorwürfe über ihre Verteidiger zurückweisen lassen. Die Männer sitzen mit dem suspendierten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs auf der Anklagebank im Landgericht. Die Aussage eines dritten Unternehmers ist für den nächsten Verhandlungstag geplant. Wolbergs selbst äußerte sich am Mittwoch erneut ausführlich und betonte, zwischen Spenden im Wahlkampf und Bauprojekten habe es keine Verknüpfungen gegeben.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Unternehmern vor, dass sie sich mit Parteispenden das Wohlwollen des Rathauschefs bei der Vergabe von Bauprojekten sichern wollten. Die Vorwürfe lauten auf Bestechung und Vorteilsgewährung bei den Unternehmern sowie Bestechlichkeit und Vorteilsannahme bei Wolbergs.

In einem ersten Prozess war Wolbergs im Juli in zwei Fällen wegen Vorteilsnahme verurteilt und in sämtlichen weiteren Anklagepunkten freigesprochen worden. Auf eine Strafe verzichtete das Gericht. Die Staatsanwaltschaft hatte auf viereinhalb Jahre Haft plädiert. Im kommenden Jahr tritt der frühere SPD-Politiker wieder zur OB-Wahl an. (dpa/lby)