Luise Kinseher würde eher putzen als im Autokino auftreten

Kabarettistin Luise Kinseher („Mama Bavaria“) lebt in der Corona-Krise nach eigenen Worten vom Ersparten und ohne staatliche Unterstützung.

„Ich habe einen ziemlich einfachen Lebensstil“, sagte die 51-Jährige der „Passauer Neuen Presse“ (Dienstag). „Aber wenn jetzt einer Familie hat, und der soll von 1000 Euro Künstlerhilfe im Monat leben, das ist in München gerade einmal die Hälfte der Miete.“ Geld dürfe aber nicht das sein, was uns jetzt antreibt. „Vielleicht haben wir in Corona ja auch gelernt, dass man nicht so viel braucht. Dass man sich ein bisschen reduziert, es geht schon irgendwie“, sagte Kinseher der Zeitung weiter.

Anfragen für „Autokabarett“ auf einer Bühne in einem Autokino, wie es andere Künstler machen, habe sie abgelehnt, sagte die Künstlerin: „Seids mir ned bös, bei aller Liebe, aber ich kann ned auf einem Autoparkplatz spielen. Das geht nicht.“ Sie brauche Menschen. In ihrem Beruf gebe es wahnsinnig viel an Interaktion mit dem Publikum. „Ich muss das spüren! Ich muss das Lachen hören!“, so Hinseher. „Die Lichthupe ersetzt doch für mich kein menschliches Lachen – ich schaffe das nicht. Da geh‘ ich lieber putzen, ehrlich.“ (dpa/lby)