Luisenburg-Festspiele brauchen nach Corona-Verschiebung Geld

Die international bekannten Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel sind wegen der Corona-Krise nach Angaben ihrer künstlerischen Leiterin Birgit Simmler auf eine finanzielle Rettung von außen angewiesen. Die auf das nächste Jahr verschobenen Festspiele würden in diesem Jahr einen Verlust von gut drei Millionen Euro einfahren, sagte Simmler der «Frankenpost». «Wären wir ein Wirtschaftsunternehmen, müsste ich mir jetzt Gedanken machen, ob wir Insolvenz anmelden», sagte Simmler.

Die Festspiele deckten normalerweise 80 Prozent der Einnahmen über Ticket-Einnahmen. Die Stadt Wunsiedel als Träger der Festspiele könne das Defizit nicht decken, da sie selbst in der Haushaltskonsolidierung stecke. Obwohl die Luisenburg-Festspiele ein höchst erfolgreiches Theaterunternehmen sei, müsse sie nun um Geld betteln. «In der Hoffnung, dass die Art der Rettung die Art, wie wir unseren Spielplan gestalten, nicht kompromittiert», fügte Simmler hinzu.

Die Stadt Wunsiedel hatte die Festspiele für 2020 komplett abgesagt und das Programm auf 2021 verschoben. Die Saison habe den besten Vorverkauf in der Geschichte der Festpiele gehabt, sagte Simmler der Zeitung. Sie hoffe, das Programm komplett ins nächste Jahr retten zu können. Unter anderem sind die musikalische Alpenland-Satire «Der Watzmann ruft» von Wolfgang Ambros und das Kinderstück «Pinocchio» geplant. (dpa/lby)